Natursteinglossar

Einzigartig, langlebig, echt: Das Naturstein-Lexikon

Was ist eigentlich der Unterschied zwischen Granit und Gneis? Warum tut Essigreiniger Ihrem Marmor nicht gut? Und welches Kantenprofil passt zu Ihrem Projekt? In unserem Lexikon räumen wir mit Fachchinesisch auf. Wir erklären Ihnen alles, was Sie wissen müssen – von den geologischen Ursprüngen tief in der Erde über die perfekte Oberflächenbearbeitung bis hin zu cleveren Tipps für die Verlegung und Pflege im eigenen Garten oder Zuhause.

Ader (auch: Gesteinsader / Marmorierung)

Als Ader bezeichnet man feine bis markante Linien, die sich optisch vom restlichen Naturstein abheben. Diese Linien entstehen über Jahrmillionen durch Risse oder Spalten im Gestein, in die flüssige Mineralien (wie Kalk, Quarz oder Eisen) eingedrungen und dort kristallisiert sind.

  • Optik: Adern verleihen dem Stein seine charakteristische, lebendige Zeichnung. Besonders bekannt und beliebt ist diese Struktur bei Marmor (oft als „Marmorierung“ bezeichnet).
  • Gut zu wissen: Eine Ader ist in der Regel kein Qualitätsmangel oder Riss, sondern ein natürliches Designmerkmal, das jeden Stein zu einem Unikat macht.

Antik / Antikisieren (Antik-Optik)

Antikisieren ist ein Oberflächenverfahren, bei dem fabrikneuer Naturstein künstlich gealtert wird, um ihm den charmanten Charakter eines historischen, jahrelang abgenutzten Bodens zu verleihen.

  • Das Verfahren: Die Steine (oft Fliesen oder Pflastersteine) werden meist in einer großen, rotierenden Trommel zusammen mit Quarzsand, Wasser und anderen härteren Steinen „gewaschen“. Durch das Aneinanderstoßen brechen die scharfen Kanten unregelmäßig ab, und die Oberfläche wird samtig-matt aufgeraut. Dieses Verfahren nennt man auch Trommeln.
  • Das Ergebnis: Der Stein verliert seine sterile Perfektion. Er bekommt sanft abgerundete Kanten und eine strukturierte, rutschhemmende Oberfläche, die besonders barfuß freundlich ist.
  • Typischer Einsatz: Häufig angewendet bei Travertin, Kalkstein oder Marmor für den mediterranen oder rustikalen Landhausstil (z. B. auf Terrassen oder in Bädern)

Bahnenware

Als Bahnenware bezeichnet man Natursteinplatten, die alle die gleiche Breite (z. B. 30 cm) haben, deren Längen jedoch unterschiedlich sind (sogenannte „freie Längen“, z. B. zwischen 40 und 80 cm).

  • Die Optik: Bei der Verlegung entsteht ein lebendiges, versetztes Muster, da die Querfugen nicht nebeneinander liegen. Das wirkt oft natürlicher und harmonischer als quadratische Fliesen.
  • Der Vorteil: Bahnenware ist in der Herstellung oft günstiger als Platten mit festen Fixmaßen, da der Steinbruch den Rohstein optimal ausnutzen kann. Zudem entsteht bei der Verlegung weniger Verschnitt.

Basalt - Der Klassiker

Beschreibung:

  • Basalt ist ein basisches (= siliciumdioxidarmes), magmatisches Gestein extrusiver Herkunft – alternativ: Extrusiva, Ergussgestein oder Vulkanit, mit einer charakteristischen fünf- oder sechseckigen Säulenform.
  • Wie es für Gesteine mit basischer Zusammensetzung charakteristisch ist, ist die Farbe von Basalt dunkel. Oft erscheint das Gestein blau, graublau, dunkelgrau oder schwarz. Infolge der Verwitterung, verändert sich die Farbe und „wird lichtgrau, bald erscheinen gelbe und braune Flecken, es bildet sich eine bräunliche Kruste“. Die Ursache für die Farbgebung von Basalten sind die gesteinsbildenden Gemengteile (= die Minerale, aus denen ein Gestein besteht), die gleichzeitig zur Abgrenzung von anderen Gesteinen bzw. die Grundlage der Definition von Basalt sind.

Eigenschaften:

  • Widerstandsfähig, robust und druckbeständig
  • Witterungsbeständig & Streusalzresistent

Beetumrandung

Eine Beetumrandung aus Naturstein dient der sauberen optischen und baulichen Trennung zwischen Gartenbeeten und Rasenflächen oder Wegen.

  • Funktion: Sie verhindert, dass sich Rasen in das Beet hineinfrißt oder Rindenmulch und Erde auf den Gehweg geschwemmt werden. Zudem erleichtert sie das Rasenmähen (Mähkante).
  • Materialien: Verwendet werden dafür häufig schmale Naturstein Palisaden, Pflastersteine (z.B. aus Granit oder Basalt) oder Mähkanten.

Biasca (Gneis)

Biasca (oft als Biasca-Gneis oder Verzasca bezeichnet) ist ein edler, Schweizer Naturstein (Gneis), der häufig im Kanton Tessin abgebaut wird.

  • Optik: Er besticht durch seine charakteristische, lebendige Struktur mit hellgrauen bis dunkelgrauen Wellen und Linien, die dem Stein eine dynamische Fließoptik verleihen.
  • Eigenschaften: Er ist absolut frostbeständig, säureresistent und extrem strapazierfähig. Er lässt sich hervorragend spalten oder flammen und ist ein Premium-Material für moderne Gartengestaltungen, Terrassen und Poolumrandungen.

Blockstufen

Blockstufen sind massive Treppenstufen aus einem einzigen Stück Naturstein. Sie werden im Außenbereich verwendet, um Höhenunterschiede im Gelände oder an Hauseingängen auszugleichen.

  • Verlegung: Im Gegensatz zu dünnen Trittplatten werden Blockstufen direkt in ein Fundament (meist aus Einkornbeton) gesetzt und überlappen sich leicht. Ihr hohes Eigengewicht sorgt für enorme Stabilität
  • Sicherheit: Die Oberfläche von Blockstufen ist meist aufgeraut (z.B. geflammt oder gestockt), um auch bei Nässe und Frost Rutschsicherheit zu garantieren.

Bossieren

Das Bossieren ist eine traditionelle, handwerkliche Bearbeitungstechnik. Dabei wird die Fläche des Steins mit dem Hammer so bearbeitet, dass sie grob, uneben und kissenartig nach vorne gewölbt bleibt.

  • Der Effekt: Die Kanten des Steins werden sauber abgeschlagen, aber die Mitte bleibt „roh“ und wuchtig (der sogenannte Bossen).
  • Wirkung: Bossierte Steine verleihen Mauern und Fassaden eine besonders massive, rustikale und historische Optik (Festungs- oder Burgcharakter).

Bruchsteinmauerwerk

Ein Bruchsteinmauerwerk ist eine Mauer, die aus unregelmäßigen, kaum oder gar nicht bearbeiteten Steinen direkt aus dem Steinbruch errichtet wird.

  • Bauweise: Die Steine haben keine rechten Winkel oder glatten Flächen. Der Maurer setzt sie wie ein Puzzle zusammen, wobei größere Lücken oft mit kleineren Steinstücken („Zwickeln“) aufgefüllt werden. Es kann als Trockenmauer (ohne Mörtel) oder als vermörtelte Mauer gebaut werden.
  • Charakter: Es ist die ursprünglichste Form des Mauerbaus und fügt sich besonders natürlich und ökologisch wertvoll in Gärten ein (bietet Lebensraum für Eidechsen und Insekten).

Bürsten

Das Bürsten ist ein maschinelles Verfahren, bei dem die Oberfläche des Natursteins mit speziellen Bürsten (oft mit Diamantsplittern oder Siliziumkarbid besetzt) intensiv bearbeitet wird.

  • Das Ergebnis: Die Bürsten schleifen die weicheren Bestandteile des Steins minimal heraus, während die härteren stehen bleiben. Es entsteht eine leicht wellige, seidenmatte Oberfläche.
  • Leder-Optik (Leather Look): Der Stein fühlt sich unglaublich samtig und weich an. Zudem ist diese Oberfläche sehr pflegeleicht, da Schmutz weniger haftet und Kratzer kaum auffallen. Häufig angewendet bei Marmor, Travertin oder Granit

Calcit (Kalzit)

Calcit ist eines der wichtigsten Mineralien in der Natursteinwelt. Es ist die chemische Basis (Calciumcarbonat) für viele bekannte Gesteinsarten.

  • Bedeutung: Gesteine wie Marmor, Kalkstein und Travertin bestehen fast vollständig aus Calcit.
  • Gut zu wissen: Calcit ist von Natur aus säureempfindlich. Das ist der Grund, warum Marmor- oder Kalksteinböden empfindlich auf säurehaltige Reiniger, Essig oder Zitronensaft reagieren und im Alltag etwas Pflegeaufmerksamkeit benötigen.

Diorit

Diorit ist ein tiefenmagmatisches Gestein (ein sogenanntes Plutonit), das tief im Erdinneren durch die langsame Abkühlung von Magma entsteht. Er ist eng mit dem Granit verwandt, unterscheidet sich von diesem jedoch durch seine mineralische Zusammensetzung.

  • Optik: Diorit hat meist ein sehr charakteristisches, feinkörniges „Salz-und-Pfeffer“-Muster. Er besticht durch ein elegantes Zusammenspiel aus weißen Plagioklas-Feldspäten und dunklen Mineralien (wie Hornblende oder Biotit), was ihm eine edle, dunkelgraue bis schwarz-weiße Optik verleiht.
  • Eigenschaften: Da er extrem langsam abgekühlt ist, besitzt Diorit ein sehr dichtes und hartes Gefüge. Er ist enorm widerstandsfähig, frostbeständig, abriebfest und lässt sich hervorragend polieren.
  • Verwendung: Aufgrund seiner Robustheit wird er sowohl im Innen- als auch im Außenbereich geschätzt – für hochwertige Küchenarbeitsplatten, Bodenbeläge, Treppen oder im Grabmalbereich.

Dolomit

Dolomit ist ein sedimentäres Karbonatgestein, das dem klassischen Kalkstein sehr ähnlich sieht, aber ein entscheidendes chemisches Extra besitzt: Neben Calcium enthält er einen hohen Anteil an Magnesium.

  • Optik und Haptik: Die Farbpalette reicht von weiß über beige und grau bis hin zu warmen Gelbtönen. Dolomit hat oft eine feinkörnige, leicht matte und sehr natürliche Ausstrahlung.
  • Der große Vorteil gegenüber Kalkstein: Durch den Magnesiumanteil ist Dolomit deutlich härter und säureresistenter als normaler Kalkstein oder Marmor. Er verwittert im Außenbereich wesentlich langsamer.
  • Verwendung: Er ist ein fantastischer Allrounder und wird sehr gerne als robuster Bodenbelag, für Terrassenplatten, im Garten- und Landschaftsbau (z. B. als Mauerstein) oder auch als Splitt und Schotter eingesetzt.

Ergussgesteine oder Vulkanite

Ergussgesteine oder Vulkanite sind jene Eruptivgesteine, die durch Erstarren des Magma an der Erdoberfläche entstehen. Infolge der raschen Erstarrung sehen sie völlig anders aus als die Tiefengesteine und sind fein- bis mittelkörnig.

Fasen (Kantenfase)

Als Fase bezeichnet man das gezielte Abschrägen einer rechtwinkligen Steinkante (meist in einem 45°-Winkel).

  • Der Zweck: Eine scharfe, rechtwinklige Kante („scharfkantig“) bricht bei Belastung oder beim Transport sehr leicht aus. Durch das Anbringen einer Fase wird die Kante mechanisch stabilisiert und unempfindlicher gegen Abplatzungen. Zudem sinkt die Verletzungsgefahr.
  • Die Optik: Gefaste Kanten betonen das Fugenbild und verleihen verlegten Platten oder Fliesen eine saubere, strukturierte Linienführung.

Feldspat

Feldspat ist die Bezeichnung für eine ganze Gruppe von sehr häufig vorkommenden Silikat-Mineralien. Sie sind der Hauptbestandteil der Erdkruste und das wichtigste „Baumaterial“ für viele Natursteine.

  • Bedeutung: Feldspat ist unter anderem der Hauptbestandteil von Granit. Ein bekannter Merksatz in der Geologie lautet: „Feldspat, Quarz und Glimmer, die drei vergess ich nimmer.“
  • Optik: Feldspate bestimmen maßgeblich die Farbe des Steins. Sie können weiß, grau, gelblich, aber auch kräftig fleischrot oder edel bläulich schimmern (wie beim Labradorit).

Feinsteinzeug

Hinweis: Feinsteinzeug ist kein Naturstein, sondern ein industriell hergestelltes Produkt (Keramik). Es wird im Handel jedoch oft direkt neben Naturstein geführt und verglichen.

Feinsteinzeug besteht aus hochedlen, feingemahlenen Rohstoffen wie Ton, Quarz und Feldspat, die unter extrem hohem Druck gepresst und bei weit über 1.200 °C gebrannt werden.

  • Eigenschaften: Durch das dichte Brennen schmilzt das Material fast vollständig zusammen (Sinterung). Es nimmt nahezu kein Wasser auf (unter 0,5 %), ist extrem hart, kratzfest und absolut frostbeständig.
  • Optik: Dank moderner Drucktechnologien kann Feinsteinzeug die Optik von Holz, Beton oder eben Natursteinen täuschend echt imitieren, besitzt jedoch eine vollkommen homogene und pflegeleichte Oberfläche.

Feinkorn (feinkörnig)

Der Begriff Feinkorn beschreibt die Textur bzw. das Gefüge eines Natursteins. Er besagt, dass die einzelnen Mineralkörner im Stein so klein sind (meist unter 1 mm), dass sie mit dem bloßen Auge kaum als Einzelkomponenten zu erkennen sind.

  • Wirkung: Feinkörnige Steine wirken optisch sehr gleichmäßig, ruhig und modern.
  • Technische Eigenschaft: Oft (wenn auch nicht immer) besitzen feinkörnige Gesteine ein dichteres Gefüge als grobkörnige Varianten, was sie sehr widerstandsfähig macht.

Fester Terrassenverbau (Feste Verlegung)

Beim festen Terrassenverbau werden die Natursteinplatten dauerhaft und starr mit dem Untergrund verbunden. Dies geschieht in der Regel durch das Verlegen in einem Mörtelbett (oft spezieller Einkornmörtel / Drainagemörtel) auf einer Betonplatte.

  • Der Vorteil: Die Platten liegen absolut stabil, können nicht wackeln oder verrutschen. Die Fugen werden mit einem festen Fugenmörtel verschlossen, wodurch kein Unkraut durchwachsen kann und die Fläche leicht zu reinigen ist.
  • Wichtig: Ein fester Verbau erfordert handwerkliche Präzision und ein perfekt funktionierendes Entwässerungssystem (Drainage), damit gefrierendes Wasser im Winter keine Platten aufsprengt.

Findling

Ein Findling ist ein meist sehr großer, einzelner Stein, der während der Eiszeiten durch Gletscher über weite Strecken transportiert und nach dem Schmelzen des Eises in der Landschaft zurückgelassen wurde.

  • Charakter: Durch den jahrtausendlangen Transport im Eis und das Reiben am Untergrund sind Findlinge meist sanft abgerundet und haben eine glatte, verwitterte Oberfläche.
  • Verwendung: Im Garten- und Landschaftsbau werden sie als markante Solitärsteine (Blickfänge) in Beeten, an Teichanlagen oder als natürliche Begrenzungssteine eingesetzt.

Flammen (Geflammte Oberfläche)

Das Flammen (oder Flammstrahlen) ist ein thermisches Verfahren zur Oberflächenbearbeitung von Hartgesteinen (wie Granit oder manchen Gneisen).

  • Das Verfahren: Eine extrem heiße Brennerflamme (ca. 1.200 °C) wird schnell über den Stein geführt. Durch die plötzliche Hitze dehnen sich die Quarzkristalle im Stein ungleichmäßig aus und platzen an der Oberfläche minimal ab.
  • Das Ergebnis: Der Stein erhält eine raue, matte und sehr natürliche Struktur. Geflammte Steine sind extrem rutschsicher (R-Klasse) und daher die erste Wahl für den Außenbereich (Terrassen, Gehwege, Treppen).

Fossilien

Als Fossilien (oder Versteinerungen) bezeichnet man die Jahrmillionen alten Überreste oder Spuren von Pflanzen und Tieren (wie Muscheln, Korallen oder Ammoniten), die im Gestein eingeschlossen und mineralisiert wurden.

  • Vorkommen: Man findet sie ausschließlich in Sedimentgesteinen wie Kalkstein, Marmor (manchmal) oder Jura-Marmor.
  • Optik: Sie verleihen dem Stein eine einzigartige, historische Geschichte. Jede Platte mit einem sichtbaren Fossil ist ein Jahrmillionen altes Kunstwerk der Natur.

Frostbeständigkeit

Die Frostbeständigkeit ist eine der wichtigsten technischen Eigenschaften von Natursteinen für den Außenbereich. Sie gibt an, ob ein Stein dauerhaft frost- und tauwetter beständig ist, ohne Schaden zu nehmen.

  • Der Hintergrund: Wenn ein Stein Wasser aufsaugt und dieses gefriert, dehnt sich das Eis aus. Ist das Gefüge des Steins zu schwach oder nimmt er zu viel Wasser auf, platzt er auf (Frostschaden).
  • Prüfung: Steine für den Außenbereich werden nach strengen EU-Normen im Labor vielen Frost-Tau-Wechseln unterzogen, um ihre Frostsicherheit zu zertifizieren (z. B. Granit, Basalt, Quarzit).

Fugen

Die Fuge ist der Zwischenraum zwischen zwei verlegten Natursteinplatten oder Fliesen. Sie erfüllt sowohl technische als auch optische Aufgaben.

  • Technische Funktion: Fugen gleichen minimale Maßtoleranzen der Steine aus und nehmen Spannungen auf, die durch Temperaturschwankungen (Dehnung bei Hitze, Zusammenziehen bei Kälte) entstehen. Ohne Fugen würden die Steine aneinander reißen und brechen.
  • Wichtig bei Naturstein: Es müssen spezielle Naturstein-Fugenmörtel und Naturstein-Silikone verwendet werden. Normale Baustoffe enthalten oft Öle oder Zusätze, die in den Stein einwandern und unschöne, irreversible Fett- oder Verfärbungsränder verursachen können.

G603 / G654 / G682 (Chinesische Granite)

Die Codes G603, G654 und G682 sind weltbekannte, standardisierte Bezeichnungen für drei der am häufigsten verwendeten Granite aus China. Sie gehören aufgrund ihres hervorragenden Preis-Leistungs-Verhältnisses zu den absoluten Klassikern im Außenbereich.

  • G603 (Padang Kristall / Hellgrau): Ein sehr homogener, feinkörniger Granit in hellem Grau mit feinen schwarzen Pünktchen. Er wirkt sehr modern, zeitlos und neutral.
  • G654 (Padang Dunkel / Anthrazit): Ein dunkelgrauer bis fast schwarzer Stein mit einer gleichmäßigen Struktur. Er ist extrem beliebt für moderne, puristische Gestaltungen (z. B. Terrassenplatten oder Blockstufen in Anthrazit).
  • G682 (Padang Gelb / Crystal Yellow): Ein markanter, warm wirkender Granit in Beige-Gelb mit rostfarbenen Nuancen. Er wird gerne für mediterrane oder ländliche Gestaltungen genutzt.

Gabbro

Gabbro ist ein tiefenmagmatisches Gestein (Plutonit), das dem Granit in seinen technischen Eigenschaften in nichts nachsteht, geologisch aber eine andere Zusammensetzung hat (er enthält fast keinen Quarz).

  • Optik: Gabbros sind meist sehr dunkel – von Dunkelgrau über Dunkelgrün bis hin zu Tiefschwarz (wie der berühmte Nero Assoluto). Sie haben oft eine wunderschöne, kristalline Tiefenwirkung, wenn sie poliert sind.
  • Eigenschaften: Er ist extrem hart, abriebfest, frostbeständig und im Gegensatz zu vielen echten Graniten oft noch resistenter gegen Flecken und Säuren. Ein absolutes Premium-Material für Küchenarbeitsplatten und edle Böden.

Gabionen (Steinkörbe)

Eine Gabione ist ein Drahtkorb (meist aus feuerverzinktem Stahl), der mit Natursteinen befüllt wird. Der Begriff leitet sich vom italienischen gabbia (Korb) ab.

  • Verwendung: Sie werden im Gartenbau als moderner Sichtschutz, Schallschutz, als Grundstücksabgrenzung oder zur Hangsicherung eingesetzt.
  • Befüllung: Befüllt werden sie meist mit robusten, frostbeständigen Steinmaterialien wie Granit-, Basalt-, Kalkstein- oder Dolomitschotter (sogenannter Gabionenschotter).

Gebürstet

Das Bürsten ist ein mechanisches Verfahren, bei dem die Steinoberfläche mit speziellen Diamantbürsten bearbeitet wird. Dadurch erhält der Stein eine samtig-weiche Struktur (auch bekannt als „Leder-Optik“), bleibt dabei aber extrem pflegeleicht.

Die ausführliche Erklärung zu diesem Verfahren findest du unter dem Buchstaben B bei Bürsten.

Geschliffen

Das Schleifen ist ein mechanisches Verfahren, bei dem die Oberfläche des Steins mit immer feiner werdenden Schleifscheiben eben und glatt gerieben wird. Die Feinheit wird in „Körnungen“ (z. B. C60 bis C400) angegeben.

  • Die Optik: Der Stein wird komplett plan. Je feiner der Schliff (z. B. C400), desto matter glänzt die Oberfläche und desto kräftiger kommen die Farben und Strukturen des Steins zum Vorschein, ohne jedoch spiegelnd zu reflektieren (wie bei einer Politur).
  • Wichtig im Außenbereich: Für Terrassen und Gehwege wird meist ein grober Schliff (z. B. C60 oder C120) gewählt, um die nötige Rutschsicherheit zu gewährleisten.

Gespalten (Naturrau / Spaltgrobe Oberfläche)

Die gespaltene Oberfläche ist die natürlichste Form der Steinbearbeitung. Dabei wird der Stein entlang seiner natürlichen Lagerebenen oder Spaltrichtungen mit Keilen oder Spaltmaschinen mechanisch getrennt.

  • Das Ergebnis: Es entsteht eine unregelmäßige, wellige und matte Oberfläche, wie sie die Natur geschaffen hat. Kein Stein gleicht dem anderen.
  • Verwendung: Typisch für Schiefer, Quarzit, Gneis und Pflastersteine. Gespaltene Steine sind von Natur aus extrem rutschfest und widerstandsfähig, weisen jedoch gewisse Dickentoleranzen auf, die bei der Verlegung beachtet werden müssen.

Gestockt

Das Stocken ist eine traditionelle Oberflächenbearbeitung. Dabei wird die Steinoberfläche mit einem sogenannten Stockhammer (einem Hammer, dessen Schlagfläche an Fleischklopfer erinnert) mechanisch bearbeitet.

  • Der Effekt: Die pyramidenförmigen Zähne des Hammers zertrümmern die Oberfläche minimal. Es entsteht eine gleichmäßig raue, matte und hellere Struktur, die wie fein gepickt aussieht.
  • Vorteil: Gestockte Oberflächen sind extrem rutschsicher (auch bei Nässe und Frost) und werden daher sehr häufig für Treppenstufen, Gehwege und öffentliche Plätze genutzt.

Glimmer

Glimmer ist eine Gruppe von Mineralien (z. B. Biotit oder Muskovit), die sich durch eine extreme Schichtstruktur auszeichnen. Sie lassen sich in hauchdünne, elastische Blättchen zerteilen.

  • Der Effekt: Wenn Licht auf diese Mineralblättchen trifft, reflektieren sie es perfekt. Das sorgt für das typische, edle Glitzern und Funkeln in vielen Natursteinen (besonders stark bei Granit, Gneis oder Quarzit).

Gneis - Der Funke

Beschreibung:

  • Gneis ist ein metamorphes Gesteins, das während der Regionalmetamorphose unter hohen Druck- und Temperaturverhältnissen entsteht. Entscheidend für die Definition Gneis sind zudem der Feldspatanteil von mehr als 20 % aller gesteinsbildenden Mineralien sowie das für Gneise typische Paralleltextur.
  • Die Farbe von Gneis ist hauptsächlich grau, kann aber auch rosa, bräunlich und grünlich sein – abhängig von den mineralischen Bestandteilen des Gesteins. Dabei ist die Farbe nicht einheitlich, sondern lagenweise in Form heller und dunkler, aufeinander folgender Streifen bzw. Bänder angeordnet, durchsetzt von einem feinen Schimmer der namensgebenden Glimmerminerale.

Eigenschaften:

  • Frostbeständig
  • Hohe Abriebfestigkeit

Granit - Der Bekannteste

Beschreibung:

  • Granite sind massige und relativ grobkristalline magmatische Tiefengesteine, die reich an Quarz und Feldspaten sind, aber auch dunkle Minerale, vor allem Glimmer, enthalten. Der Merkspruch „Feldspat, Quarz und Glimmer, die drei vergess’ ich nimmer“ gibt die Zusammensetzung von Granit vereinfacht wieder.
  • Granit ist bekannt für sein breites Farbspektrum sowie für seine hohe Stabilität und Festigkeit. Je nach Mineralgehalt kommen Granite in nahezu allen Farben vor. Die Musterung ist kristallin, mittel- oder auch grobkörnig. Dank der guten Sichtbarkeit seiner Kristalle wirkt polierter Granit sehr edel.

Eigenschaften:

  • Gute Abrieb- und Wetterfestigkeit
  • Hitzebeständig
  • Pflegeleicht und leicht polierbar

Großpflaster

Als Großpflaster bezeichnet man Pflastersteine aus Naturstein mit einer Kantenlänge von meist ca. 14 bis 16 cm (im Gegensatz zu Kleinpflaster mit ca. 9 cm oder Mosaikpflaster mit ca. 5 cm).

  • Verwendung: Aufgrund ihrer Masse und Stabilität werden sie traditionell für stark belastete Verkehrsflächen, Einfahrten, Rinnen oder als dekorative Einfassungen und Reihenpflasterungen verwendet.

Grobkorn

Der Begriff Grobkorn beschreibt ein Gesteinsgefüge, bei dem die einzelnen Mineralkristalle im Stein relativ groß gewachsen sind (deutlich über 5 mm) und mit bloßem Auge sofort als einzelne Fragmente erkannt werden können.

  • Optik: Grobkörnige Steine wirken sehr lebendig, rustikal und charakterstark. Ein bekanntes Beispiel für einen sehr grobkörnigen Granit ist der Baltic Brown, bei dem man die großen, runden Feldspat-Kristalle sofort sieht.

Handbekantet (handbeschlagen / handbearbeitet)

Der Begriff handbekantet bedeutet, dass die Kanten einer Natursteinplatte oder eines Mauersteins in traditioneller Handarbeit mit dem Hammer (meist einem Steinmetzeisen) nachgearbeitet wurden.

  • Optik: Anders als schnurgerade, maschinell gesägte Kanten sind handbekantete Kanten leicht wellig und haben kleine, charmante Einkerbungen.
  • Der Effekt: Das verleiht dem verlegten Stein eine besonders natürliche, rustikale und authentische Ausstrahlung. Diese Bearbeitung wird sehr häufig bei Sandstein, Kalkstein oder Travertin für den mediterranen Gartenstil eingesetzt.

Halbstab-Profil

Das Halbstab-Profil ist eine klassische Form der Kantenbearbeitung bei Natursteinplatten (wie Küchenarbeitsplatten, Waschtischen oder Treppenstufen)

  • Die Form: Im Gegensatz zum komplett halbrunden Rundstab wird hier nur die obere Hälfte der Kante abgerundet, während die untere Hälfte der Kante rechtwinklig (gerade) abfällt.
  • Die Wirkung: Das Profil verbindet die weiche, fließende Optik einer Rundung an der Oberseite mit einer klaren, modernen Trennkante an der Unterseite. Es lässt die Platte optisch kompakt und stabil wirken.

Hartgestein

Als Hartgestein bezeichnet man in der Natursteinbranche eine Gruppe von Gesteinen, die aufgrund ihrer mineralischen Zusammensetzung eine enorme Härte (Mohshärte meist über 6) aufweisen. Sie bestehen zu einem großen Teil aus harten Silikatmineralien wie Quarz und Feldspat.

  • Typische Vertreter: Zu den Hartgesteinen zählen unter anderem Granit, Gneis, Basalt, Gabbro und Quarzit
  • Eigenschaften: Sie sind absolut kratzfest, frostbeständig, weitgehend säureresistent und mechanisch extrem belastbar. Schmutz und Flüssigkeiten dringen nur schwer ein.
  • Verwendung: Aufgrund ihrer Unverwüstlichkeit sind Hartgesteine die erste Wahl für stark beanspruchte Bereiche wie Küchenarbeitsplatten, Treppenhäuser, Einfahrten und Terrassen im Außenbereich. (Das direkte Gegenstück zu Hartgestein ist das Weichgestein, wie z. B. Marmor oder Kalkstein).

Imprägnieren (Natursteinimprägnierung)

Das Imprägnieren ist ein Schutzverfahren für Natursteine, bei dem eine spezielle, flüssige Schutzkomponente auf den Stein aufgetragen wird. Im Gegensatz zu einer Versiegelung bildet eine Imprägnierung keine geschlossene Schicht auf der Oberfläche, sondern zieht tief in die mikroskopisch kleinen Poren des Steins ein.

  • Wie es funktioniert: Die Imprägnierung kleidet die Porenkanäle von innen aus und sorgt für einen sogenannten „Lotuseffekt“. Wasser, Öle, Fette und Schmutz können nicht mehr in den Stein einsaugen, sondern perlen einfach an der Oberfläche ab.
  • Der große Vorteil: Der Stein bleibt atmungsaktiv (wasserdampfdurchlässig). Feuchtigkeit, die sich eventuell unter dem Stein befindet, kann nach oben hin entweichen. Das ist besonders im Außenbereich und bei Fußbodenheizungen extrem wichtig.
  • Optik: Es gibt Imprägnierungen, die das Aussehen des Steins überhaupt nicht verändern, und solche mit einem sogenannten Farbvertiefereffekt. Letztere lassen die natürlichen Farben und Strukturen des Steins dauerhaft kräftiger und „wie frisch nass abgewischt“ erscheinen.
  • Haltbarkeit: Eine Imprägnierung hält je nach Beanspruchung und Steinart im Innenbereich viele Jahre, im Außenbereich sollte sie meist nach 2 bis 3 Jahren aufgefrischt werden.

Kalkstein - Der Wunderbare

Beschreibung:

  • Als Kalkstein werden Sedimentgesteine bezeichnet, die überwiegend aus dem chemischen Stoff Calciumcarbonat in Form der Mineralien Calcit und Aragonit bestehen. Der größte Teil der Kalksteine entstand aus abgestorbenen Organismen, wie Korallen, Muscheln oder Schnecken, aber auch Fossilien anderer Tiere und Pflanzen. Kalkstein ist ein äußerst variables Gestein, das betrifft sowohl seine Entstehung als auch seine Eigenschaften, sein Aussehen und die wirtschaftliche Verwendbarkeit.

Eigenschaften:

  • Robust
  • Pflegeleicht

Kies (Natursteinkies)

Unter Kies versteht man kleine, durch die Kraft von Wasser (in Flüssen oder Gletschern) rundlich geformte Natursteine mit einer Korngröße von meist 2 bis 63 mm.

  • Der Unterschied zu Splitt: Während Splitt maschinell gebrochen wird und scharfe Kanten hat, ist Kies von Natur aus rund und glatt.
  • Verwendung: Im Garten- und Landschaftsbau wird Kies sehr gerne für dekorative Kiesbeete, als Spritzschutz an Hauswänden (Traufstreifen) oder für gemütliche Gartenwege genutzt. Da er keine scharfen Kanten hat, ist er besonders barfuß freundlich und angenehm zu begehen.

Kleinpflaster

Als Kleinpflaster bezeichnet man Naturstein-Pflastersteine mit einer Standard-Kantenlänge von meist ca. 8 bis 11 cm (sie liegen damit genau zwischen dem feinen Mosaikpflaster mit ca. 5 cm und dem wuchtigen Großpflaster mit ca. 15 cm).

  • Verwendung: Es ist das am häufigsten verwendete Pflaster im privaten und öffentlichen Raum.
  • Gestaltung: Aufgrund der handlichen Größe lassen sich mit Kleinpflaster nicht nur gerade Linien, sondern auch wunderschöne, traditionelle Verlegemuster wie Segmentbögen, Schuppenpflaster oder geschwungene Kreise in Auffahrten und auf Terrassen realisieren.

Kreuzfugen

Eine Kreuzfuge entsteht bei der Verlegung von Fliesen oder Platten, wenn vier Ecken direkt aufeinandertreffen und die Fugenlinien ein exaktes, durchgehendes Kreuz (eine „+“-Form) bilden.

  • Die Optik: Die Verlegung im Kreuzverband wirkt sehr geometrisch, streng, modern und ruhig. Sie erfordert jedoch absolute Präzision bei der Arbeit, da minimale Abweichungen sofort ins Auge fallen.
  • Wichtig im Außenbereich: Bei einer festen Verlegung auf Terrassen wird das Verlegen in Kreuzfugen oft vermieden (stattdessen wählt man den Halbverband oder Bahnenware). Der Grund: Durchgehende Fugenlinien können unter extremen Temperaturschwankungen zu höheren Spannungen im Belag führen, was das Risiko von Rissen erhöht.

Linsenkante

Die Linsenkante (oft auch als Schweizer Kante oder Facettenkante bezeichnet) ist eine hochmoderne, extrem elegante Form der Kantenbearbeitung.

  • Die Form: Dabei wird die Kante an der Unterseite der Platte in einem flachen Winkel schräg nach hinten weggeschnitten (hinterschnitten), während die obere Kante nur eine minimale, feine Fase erhält.
  • Der Effekt: Schaut man von vorne oder oben auf die Platte, wirkt sie hauchdünn und scheint regelrecht über dem Untergrund zu schweben. Es ist das absolute Trend-Profil für minimalistische Design-Küchenarbeitsplatten, exklusive Tischplatten oder freitragende Treppenstufen.

Lithofin

Lithofin ist einer der bekanntesten und führenden Markenhersteller von Spezialprodukten zum Reinigen, Schützen und Pflegen von Naturstein, Fliesen und Kunststein.

  • Bedeutung im Handel: In der Natursteinbranche gilt Lithofin seit Jahrzehnten als Qualitätsstandard. Da herkömmliche Haushaltsreiniger oft zu aggressiv für empfindliche Natursteine (wie Marmor oder Kalkstein) sind, bietet die Marke exakt abgestimmte Systemprodukte – vom Zementschleierentferner für die Bauendreinigung über spezielle Imprägnierungen bis hin zur täglichen Wischpflege.

Loser Terrassenverbau (Lose Verlegung)

Beim losen Terrassenverbau werden die Natursteinplatten ungebunden – also ohne Mörtel oder Kleber – auf den Untergrund verlegt. Dies geschieht in der Regel in einem Bett aus Splitt oder auf speziellen Stelzlagern (Plattenlagern).

  • Das Verfahren: Die Platten werden einfach auf das vorbereitete Splittbett eingeklopft oder auf die Stelzlager aufgesetzt. Die Fugen bleiben entweder offen oder werden mit einem elastischen, wasserdurchlässigen Fugensand (z.B. Basaltsplitt) eingekehrt.
  • Die Vorteile:
    • Frostsicherheit: Da Wasser durch die offenen Fugen und das Splittbett sofort nach unten versickern kann, gibt es keine Gefahr von Frostschäden durch gefrierendes Stauwasser.
    • Flexibilität: Einzelne Platten können jederzeit problemlos angehoben werden (z. B. um Kabel darunter zu verlegen oder eine beschädigte Platte auszutauschen).
    • Rückbaubarkeit: Der Belag lässt sich bei Bedarf komplett zerstörungsfrei wieder entfernen.

Luserna (Luserna Gneis)

Luserna ist der Handelsname für einen weltbekannten, extrem robusten Gneis (Umwandlungsgestein), der im Norden Italiens (in den Westalpen) abgebaut wird.

  • Optik: Er zeichnet sich durch ein sehr lebendiges, feinkörniges Gefüge aus. Typisch ist seine grau-grünliche bis leicht gelblich-bräunliche Färbung. Durch die im Stein enthaltenen Glimmer-Mineralien besitzt Luserna Gneis einen wunderschönen, edlen Glanz im Sonnenlicht.
  • Eigenschaften: Da es sich um ein Gneis handelt, ist Luserna extrem hart, absolut frostbeständig, tausalzresistent und abriebfest. Er lässt sich hervorragend in komplett ebene Platten spalten.
  • Verwendung: Aufgrund seiner Unverwüstlichkeit ist er im Außenbereich extrem beliebt für Terrassenplatten, unregelmäßige Polygonalplatten, Blockstufen oder Pflastersteine, verströmt aber gleichzeitig einen eleganten, alpinen Charme.

Mähkante

Eine Mähkante ist eine flache, ebenerdig verlegte Reihe aus Natursteinen, die ein Gartenbeet oder eine Mauer von der Rasenfläche trennt.

  • Funktion: Sie ermöglicht es, beim Rasenmähen mit dem Rad des Mähers direkt über die Steine zu fahren. Dadurch wird der Rasen auch an den Kanten sauber geschnitten, und das lästige, manuelle Nacharbeiten mit dem Rasentrimmer entfällt.
  • Materialien: Besonders beliebt sind dafür schmale Granit- oder Basaltpflastersteine, da sie extrem robust sind und dem Druck des Rasenmähers mühelos standhalten.

Marmor - Der Noble

Beschreibung:

  • Marmor ist ein Carbonatgestein, das aus den Mineralen Calcit, Dolomit und Aragonit besteht. Es ist metamorphes Gestein, das bei einer hohen Temperatur und unter hohem Druck entstanden ist. Das charakteristische Merkmal von Marmor ist die sog. Marmorierung, die sowohl in Form von das Gestein durchziehenden, hellen und dunklen Streifen, Maserungen, Flecken oder Äderungen vorhanden sein kann und Ausdruck der mineralischen Beimengungen sind. Die seit Jahrtausenden betriebene Gewinnung von Marmor ist auch heute noch ein mühseliger und aufwändiger Prozess.

Eigenschaften:

  • Nicht frostbeständig
  • Wärmeleitend

Mauerabdeckung (Abdeckplatten)

Eine Mauerabdeckung besteht aus flachen Natursteinplatten, die als oberer Abschluss auf eine Garten- oder Grundstücksmauer gelegt werden.

  • Der Zweck: Sie dient nicht nur der schönen Optik, sondern ist vor allem ein wichtiger Bauschutz. Sie verhindert, dass Regenwasser und Frost von oben in das Mauerwerk eindringen und den Stein oder die Fugen zerstören.
  • Wichtiges Detail: Professionelle Mauerabdeckungen stehen an den Seiten leicht über und besitzen an der Unterseite eine eingefräste Wassernase (Tropfkante). Dadurch tropft das Regenwasser kontrolliert ab, anstatt an der Mauer herunterzulaufen und unschöne Schmutzstreifen zu bilden.

Mauersteine

Mauersteine aus Naturstein sind das Grundmaterial für den Bau von Gartenmauern, Hochbeeten oder Hangbefestigungen.

  • Varianten: Es gibt sie in vielen verschiedenen Ausführungen – von komplett unregelmäßigen Bruchsteinen über gespaltene Sorten bis hin zu allseitig gesägten Systemsteinen, die sich besonders leicht aufbauen lassen.
  • Verarbeitung: Sie können entweder klassisch mit Mörtel vermauert oder als ökologisch wertvolle Trockenmauer (ohne Mörtel, nur durch Eigengewicht und verkeilte Steine) aufgeschichtet werden.

Metamorphe Gesteine

Bei der Umwandlung ändert sich die Mineralzusammensetzung des Gesteins, weil neue Minerale und Mineralaggregate gebildet werden, die unter den gegebenen neuen Druck- und Temperaturbedingungen stabil sind; daneben wird auch das Gesteinsgefüge transformiert. Typisch für metamorphe Gesteine ist die Schieferung.

Mineralien

Mineralien sind die natürlichen Bausteine, aus denen jeder Naturstein besteht. Ein Gestein ist in der Regel ein festes Gemisch aus verschiedenen Mineralien.

  • Bedeutung: Die Art, Menge und Anordnung der Mineralien bestimmen letztendlich alle Eigenschaften des Natursteins – also seine Farbe, seine Härte, seine Säurebeständigkeit und wie er glitzert. Zum Beispiel besteht Granit im Wesentlichen aus den drei Mineralien Feldspat, Quarz und Glimmer.

Mittelkorn

Der Begriff Mittelkorn beschreibt das Gefüge eines Natursteins, dessen Mineralkristalle eine mittlere Größe besitzen (meist zwischen 1 und 5 mm).

  • Einordnung: Er liegt genau zwischen dem sehr ruhigen Feinkorn und dem sehr charakterstarken, wilden Grobkorn. Ein mittelkörniger Stein zeigt eine deutlich sichtbare Textur, wirkt aber auf der Fläche dennoch harmonisch und ausgeglichen.

Mosaikpflaster

Mosaikpflaster ist die kleinste Variante der Naturstein-Pflastersteine. Die Kantenlänge der würfelförmigen Steine beträgt meist nur ca. 4 bis 6 cm (im Vergleich zu Klein- oder Großpflaster).

  • Verwendung: Aufgrund der geringen Größe wird es traditionell für sehr filigrane Pflasterarbeiten verwendet. Mit Mosaikpflaster lassen sich wunderschöne Ornamente, Wappen, Jahreszahlen, feine Linienbögen oder kunstvolle Wegebänderungen in den Boden einarbeiten.

Muschelkalk

Muschelkalk ist ein traditioneller, meist heimischer Kalkstein (Sedimentgestein), der vor Jahrmillionen durch die Ablagerung von Schalenresten urzeitlicher Meerestiere entstanden ist.

  • Optik: Er hat eine sehr charakteristische, lebendige Struktur in erdigen Tönen von Grau über Braun bis hin zu warmen Beigenuancen. Die fossilen Einschlüsse von Muschelschalen sind oft deutlich mit bloßem Auge zu erkennen.
  • Verwendung: Muschelkalk verwittert im Außenbereich sehr charmant und wird extrem gerne für rustikale Gartenmauern, Blockstufen, Terrassenplatten oder als historische Fassadenverkleidung genutzt.

Porphyr - Der Faszinierende

Beschreibung:
  • Als Porphyr wird ein Gefüge von Gesteinen magmatischen Ursprungs bezeichnet, in dessen feinkörniger Gesteinsmatrix vereinzelte, größere ausgebildete Kristalle enthalten sind.
  • Abhängig von den Mineralen, die an der Zusammensetzung von Porphyr beteiligt sind, kann die Farbe sowohl purpurn, rötlich, gräulich oder bräunlich sein, stets durchsetzt von helleren, größeren Kristallen, sodass die Optik von Porphyr an das Aussehen von Beton erinnert.
Eigenschaften:
  • Frostsicher
  • Abriebfest
  • Tausalzbeständig

Quarzit - Der Wunderschöne

Beschreibung:
  • Quarzit ist ein metamorphes Gestein, d.h. Quarzit geht aus der Umwandlung unter hohen Druck- und/oder Temperaturverhältnissen aus anderen quarzhaltigen Gesteinen hervor. Ausschlaggebend für die Angrenzung zu anderen quarzhaltigen Gesteinen bzw. für die Definition Quarzit ist zudem, dass das Gestein zu wenigstens 98 % aus dem Mineral Quarz besteht.
Eigenschaften:
  • Politurbeständig
  • Optimal für Oberflächenveredlung

Sandstein - Der Elegante

Beschreibung:
  • In der Geologie wird unter dem Begriff Sandstein ein Sedimentgestein bezeichnet, das vorwiegend mariner Herkunft, d.h. im Meer entstanden, ist und aus Sand besteht.
  • Abhängig von verschiedenen mineralischen und nicht-mineralischen Beimengungen kann Sandstein verschiedene Farben aufweisen. Die Farbe von Sandstein reicht von gelb bis braun, über rötlich, grünlich und blau-schwarz.
Eigenschaften:
  • Widerstandsfähig
  • Rutschfest

Schiefer - Der Robuste

Naturstein mit Gesteinsrisse
Beschreibung:
  • Die Entstehung von Schiefer vollzieht sich über mehrere Jahrmillionen. Voraussetzung für die Schieferentstehung sind zunächst lose abgelagerte Minerale, die aus der Verwitterung von Gesteinen mit entsprechenden Mineralgehalten hervorgehen. Diese werden von weiteren Sedimenten überlagert und diagenetisch zu Tonstein verfestigt.
  • Bei genauerer Betrachtung von Schiefer fällt auf, dass Schiefer aus vielen aufeinanderliegenden Platten und blättchenartigen Strukturen besteht, deren mineralische Anordnung entweder Lineation (linienhaftes Gefüge) oder Foliation (Abfolge von Schieferungsflächen) anzeigt.
Eigenschaften:
  • Frostbeständig
  • Frost-Tausalz-Widerstand

Sedimentgesteine

Charakteristisch für Sedimente ist die auf Materialwechsel zurückgehende Schichtung. Eine Schicht bildete dabei für zumindest kurze Zeit die Erdoberfläche. Weiter sind Sedimentgesteine die einzigen Gesteine, die Fossilien enthalten können.

Tiefengesteine

Dringt Magma in die Erdkruste ein und kühlt sich dort langsam ab, entsteht ein Tiefengestein (Plutonit), z.B. Granit, Gabbro oder Diorit. Die lange Erstarrungszeit führt zur deutlichen Ausbildung der Minerale. Deshalb haben Tiefengesteine eine körnige Struktur.

Travertin - Der Mediterrane

Naturstein mit Farbvariationen
Beschreibung:
  • Das Gefüge von Travertin ist porös, stalaktitisch oder stalagmitisch. Ein auffälliges Merkmal von Travertin sind die Zeichnungen: hellere und dunklere „Lagen“, die in Form von mehr oder weniger gleichmäßigen Bändern, Marmorierungen, Wellen, Streifen oder Flecken zutage treten und Ausdruck der Entstehung sowie der mineralischen Komponenten des Gesteins sind.
  • Das Gefüge von Travertin ist porös, stalaktitisch oder stalagmitisch. Ein auffälliges Merkmal von Travertin sind die Zeichnungen: hellere und dunklere „Lagen“, die in Form von mehr oder weniger gleichmäßigen Bändern, Marmorierungen, Wellen, Streifen oder Flecken zutage treten und Ausdruck der Entstehung sowie der mineralischen Komponenten des Gesteins sind.
Eigenschaften:
  • Frostsicher
  • Pflegeleicht
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