Natursteinglossar

Einzigartig, langlebig, echt: Das Naturstein-Lexikon

Was ist eigentlich der Unterschied zwischen Granit und Gneis? Warum tut Essigreiniger Ihrem Marmor nicht gut? Und welches Kantenprofil passt zu Ihrem Projekt? In unserem Lexikon räumen wir mit Fachchinesisch auf. Wir erklären Ihnen alles, was Sie wissen müssen – von den geologischen Ursprüngen tief in der Erde über die perfekte Oberflächenbearbeitung bis hin zu cleveren Tipps für die Verlegung und Pflege im eigenen Garten oder Zuhause.

Ader (auch: Gesteinsader / Marmorierung)

Als Ader bezeichnet man feine bis markante Linien, die sich optisch vom restlichen Naturstein abheben. Diese Linien entstehen über Jahrmillionen durch Risse oder Spalten im Gestein, in die flüssige Mineralien (wie Kalk, Quarz oder Eisen) eingedrungen und dort kristallisiert sind.

  • Optik: Adern verleihen dem Stein seine charakteristische, lebendige Zeichnung. Besonders bekannt und beliebt ist diese Struktur bei Marmor (oft als „Marmorierung“ bezeichnet).
  • Gut zu wissen: Eine Ader ist in der Regel kein Qualitätsmangel oder Riss, sondern ein natürliches Designmerkmal, das jeden Stein zu einem Unikat macht.

Antik / Antikisieren (Antik-Optik)

Antikisieren ist ein Oberflächenverfahren, bei dem fabrikneuer Naturstein künstlich gealtert wird, um ihm den charmanten Charakter eines historischen, jahrelang abgenutzten Bodens zu verleihen.

  • Das Verfahren: Die Steine (oft Fliesen oder Pflastersteine) werden meist in einer großen, rotierenden Trommel zusammen mit Quarzsand, Wasser und anderen härteren Steinen „gewaschen“. Durch das Aneinanderstoßen brechen die scharfen Kanten unregelmäßig ab, und die Oberfläche wird samtig-matt aufgeraut. Dieses Verfahren nennt man auch Trommeln.
  • Das Ergebnis: Der Stein verliert seine sterile Perfektion. Er bekommt sanft abgerundete Kanten und eine strukturierte, rutschhemmende Oberfläche, die besonders barfuß freundlich ist.
  • Typischer Einsatz: Häufig angewendet bei Travertin, Kalkstein oder Marmor für den mediterranen oder rustikalen Landhausstil (z. B. auf Terrassen oder in Bädern)

Bahnenware

Als Bahnenware bezeichnet man Natursteinplatten, die alle die gleiche Breite (z. B. 30 cm) haben, deren Längen jedoch unterschiedlich sind (sogenannte „freie Längen“, z. B. zwischen 40 und 80 cm).

  • Die Optik: Bei der Verlegung entsteht ein lebendiges, versetztes Muster, da die Querfugen nicht nebeneinander liegen. Das wirkt oft natürlicher und harmonischer als quadratische Fliesen.
  • Der Vorteil: Bahnenware ist in der Herstellung oft günstiger als Platten mit festen Fixmaßen, da der Steinbruch den Rohstein optimal ausnutzen kann. Zudem entsteht bei der Verlegung weniger Verschnitt.

Basalt - Der Klassiker

Beschreibung:

  • Basalt ist ein basisches (= siliciumdioxidarmes), magmatisches Gestein extrusiver Herkunft – alternativ: Extrusiva, Ergussgestein oder Vulkanit, mit einer charakteristischen fünf- oder sechseckigen Säulenform.
  • Wie es für Gesteine mit basischer Zusammensetzung charakteristisch ist, ist die Farbe von Basalt dunkel. Oft erscheint das Gestein blau, graublau, dunkelgrau oder schwarz. Infolge der Verwitterung, verändert sich die Farbe und „wird lichtgrau, bald erscheinen gelbe und braune Flecken, es bildet sich eine bräunliche Kruste“. Die Ursache für die Farbgebung von Basalten sind die gesteinsbildenden Gemengteile (= die Minerale, aus denen ein Gestein besteht), die gleichzeitig zur Abgrenzung von anderen Gesteinen bzw. die Grundlage der Definition von Basalt sind.

Eigenschaften:

  • Widerstandsfähig, robust und druckbeständig
  • Witterungsbeständig & Streusalzresistent

Beetumrandung

Eine Beetumrandung aus Naturstein dient der sauberen optischen und baulichen Trennung zwischen Gartenbeeten und Rasenflächen oder Wegen.

  • Funktion: Sie verhindert, dass sich Rasen in das Beet hineinfrißt oder Rindenmulch und Erde auf den Gehweg geschwemmt werden. Zudem erleichtert sie das Rasenmähen (Mähkante).
  • Materialien: Verwendet werden dafür häufig schmale Naturstein Palisaden, Pflastersteine (z.B. aus Granit oder Basalt) oder Mähkanten.

Biasca (Gneis)

Biasca (oft als Biasca-Gneis oder Verzasca bezeichnet) ist ein edler, Schweizer Naturstein (Gneis), der häufig im Kanton Tessin abgebaut wird.

  • Optik: Er besticht durch seine charakteristische, lebendige Struktur mit hellgrauen bis dunkelgrauen Wellen und Linien, die dem Stein eine dynamische Fließoptik verleihen.
  • Eigenschaften: Er ist absolut frostbeständig, säureresistent und extrem strapazierfähig. Er lässt sich hervorragend spalten oder flammen und ist ein Premium-Material für moderne Gartengestaltungen, Terrassen und Poolumrandungen.

Blockstufen

Blockstufen sind massive Treppenstufen aus einem einzigen Stück Naturstein. Sie werden im Außenbereich verwendet, um Höhenunterschiede im Gelände oder an Hauseingängen auszugleichen.

  • Verlegung: Im Gegensatz zu dünnen Trittplatten werden Blockstufen direkt in ein Fundament (meist aus Einkornbeton) gesetzt und überlappen sich leicht. Ihr hohes Eigengewicht sorgt für enorme Stabilität
  • Sicherheit: Die Oberfläche von Blockstufen ist meist aufgeraut (z.B. geflammt oder gestockt), um auch bei Nässe und Frost Rutschsicherheit zu garantieren.

Bossieren

Das Bossieren ist eine traditionelle, handwerkliche Bearbeitungstechnik. Dabei wird die Fläche des Steins mit dem Hammer so bearbeitet, dass sie grob, uneben und kissenartig nach vorne gewölbt bleibt.

  • Der Effekt: Die Kanten des Steins werden sauber abgeschlagen, aber die Mitte bleibt „roh“ und wuchtig (der sogenannte Bossen).
  • Wirkung: Bossierte Steine verleihen Mauern und Fassaden eine besonders massive, rustikale und historische Optik (Festungs- oder Burgcharakter).

Bruchsteinmauerwerk

Ein Bruchsteinmauerwerk ist eine Mauer, die aus unregelmäßigen, kaum oder gar nicht bearbeiteten Steinen direkt aus dem Steinbruch errichtet wird.

  • Bauweise: Die Steine haben keine rechten Winkel oder glatten Flächen. Der Maurer setzt sie wie ein Puzzle zusammen, wobei größere Lücken oft mit kleineren Steinstücken („Zwickeln“) aufgefüllt werden. Es kann als Trockenmauer (ohne Mörtel) oder als vermörtelte Mauer gebaut werden.
  • Charakter: Es ist die ursprünglichste Form des Mauerbaus und fügt sich besonders natürlich und ökologisch wertvoll in Gärten ein (bietet Lebensraum für Eidechsen und Insekten).

Bürsten

Das Bürsten ist ein maschinelles Verfahren, bei dem die Oberfläche des Natursteins mit speziellen Bürsten (oft mit Diamantsplittern oder Siliziumkarbid besetzt) intensiv bearbeitet wird.

  • Das Ergebnis: Die Bürsten schleifen die weicheren Bestandteile des Steins minimal heraus, während die härteren stehen bleiben. Es entsteht eine leicht wellige, seidenmatte Oberfläche.
  • Leder-Optik (Leather Look): Der Stein fühlt sich unglaublich samtig und weich an. Zudem ist diese Oberfläche sehr pflegeleicht, da Schmutz weniger haftet und Kratzer kaum auffallen. Häufig angewendet bei Marmor, Travertin oder Granit

Calcit (Kalzit)

Calcit ist eines der wichtigsten Mineralien in der Natursteinwelt. Es ist die chemische Basis (Calciumcarbonat) für viele bekannte Gesteinsarten.

  • Bedeutung: Gesteine wie Marmor, Kalkstein und Travertin bestehen fast vollständig aus Calcit.
  • Gut zu wissen: Calcit ist von Natur aus säureempfindlich. Das ist der Grund, warum Marmor- oder Kalksteinböden empfindlich auf säurehaltige Reiniger, Essig oder Zitronensaft reagieren und im Alltag etwas Pflegeaufmerksamkeit benötigen.

Diorit

Diorit ist ein tiefenmagmatisches Gestein (ein sogenanntes Plutonit), das tief im Erdinneren durch die langsame Abkühlung von Magma entsteht. Er ist eng mit dem Granit verwandt, unterscheidet sich von diesem jedoch durch seine mineralische Zusammensetzung.

  • Optik: Diorit hat meist ein sehr charakteristisches, feinkörniges „Salz-und-Pfeffer“-Muster. Er besticht durch ein elegantes Zusammenspiel aus weißen Plagioklas-Feldspäten und dunklen Mineralien (wie Hornblende oder Biotit), was ihm eine edle, dunkelgraue bis schwarz-weiße Optik verleiht.
  • Eigenschaften: Da er extrem langsam abgekühlt ist, besitzt Diorit ein sehr dichtes und hartes Gefüge. Er ist enorm widerstandsfähig, frostbeständig, abriebfest und lässt sich hervorragend polieren.
  • Verwendung: Aufgrund seiner Robustheit wird er sowohl im Innen- als auch im Außenbereich geschätzt – für hochwertige Küchenarbeitsplatten, Bodenbeläge, Treppen oder im Grabmalbereich.

Dolomit

Dolomit ist ein sedimentäres Karbonatgestein, das dem klassischen Kalkstein sehr ähnlich sieht, aber ein entscheidendes chemisches Extra besitzt: Neben Calcium enthält er einen hohen Anteil an Magnesium.

  • Optik und Haptik: Die Farbpalette reicht von weiß über beige und grau bis hin zu warmen Gelbtönen. Dolomit hat oft eine feinkörnige, leicht matte und sehr natürliche Ausstrahlung.
  • Der große Vorteil gegenüber Kalkstein: Durch den Magnesiumanteil ist Dolomit deutlich härter und säureresistenter als normaler Kalkstein oder Marmor. Er verwittert im Außenbereich wesentlich langsamer.
  • Verwendung: Er ist ein fantastischer Allrounder und wird sehr gerne als robuster Bodenbelag, für Terrassenplatten, im Garten- und Landschaftsbau (z. B. als Mauerstein) oder auch als Splitt und Schotter eingesetzt.

Ergussgesteine oder Vulkanite

Ergussgesteine oder Vulkanite sind jene Eruptivgesteine, die durch Erstarren des Magma an der Erdoberfläche entstehen. Infolge der raschen Erstarrung sehen sie völlig anders aus als die Tiefengesteine und sind fein- bis mittelkörnig.

Fasen (Kantenfase)

Als Fase bezeichnet man das gezielte Abschrägen einer rechtwinkligen Steinkante (meist in einem 45°-Winkel).

  • Der Zweck: Eine scharfe, rechtwinklige Kante („scharfkantig“) bricht bei Belastung oder beim Transport sehr leicht aus. Durch das Anbringen einer Fase wird die Kante mechanisch stabilisiert und unempfindlicher gegen Abplatzungen. Zudem sinkt die Verletzungsgefahr.
  • Die Optik: Gefaste Kanten betonen das Fugenbild und verleihen verlegten Platten oder Fliesen eine saubere, strukturierte Linienführung.

Feldspat

Feldspat ist die Bezeichnung für eine ganze Gruppe von sehr häufig vorkommenden Silikat-Mineralien. Sie sind der Hauptbestandteil der Erdkruste und das wichtigste „Baumaterial“ für viele Natursteine.

  • Bedeutung: Feldspat ist unter anderem der Hauptbestandteil von Granit. Ein bekannter Merksatz in der Geologie lautet: „Feldspat, Quarz und Glimmer, die drei vergess ich nimmer.“
  • Optik: Feldspate bestimmen maßgeblich die Farbe des Steins. Sie können weiß, grau, gelblich, aber auch kräftig fleischrot oder edel bläulich schimmern (wie beim Labradorit).

Feinsteinzeug

Hinweis: Feinsteinzeug ist kein Naturstein, sondern ein industriell hergestelltes Produkt (Keramik). Es wird im Handel jedoch oft direkt neben Naturstein geführt und verglichen.

Feinsteinzeug besteht aus hochedlen, feingemahlenen Rohstoffen wie Ton, Quarz und Feldspat, die unter extrem hohem Druck gepresst und bei weit über 1.200 °C gebrannt werden.

  • Eigenschaften: Durch das dichte Brennen schmilzt das Material fast vollständig zusammen (Sinterung). Es nimmt nahezu kein Wasser auf (unter 0,5 %), ist extrem hart, kratzfest und absolut frostbeständig.
  • Optik: Dank moderner Drucktechnologien kann Feinsteinzeug die Optik von Holz, Beton oder eben Natursteinen täuschend echt imitieren, besitzt jedoch eine vollkommen homogene und pflegeleichte Oberfläche.

Feinkorn (feinkörnig)

Der Begriff Feinkorn beschreibt die Textur bzw. das Gefüge eines Natursteins. Er besagt, dass die einzelnen Mineralkörner im Stein so klein sind (meist unter 1 mm), dass sie mit dem bloßen Auge kaum als Einzelkomponenten zu erkennen sind.

  • Wirkung: Feinkörnige Steine wirken optisch sehr gleichmäßig, ruhig und modern.
  • Technische Eigenschaft: Oft (wenn auch nicht immer) besitzen feinkörnige Gesteine ein dichteres Gefüge als grobkörnige Varianten, was sie sehr widerstandsfähig macht.

Fester Terrassenverbau (Feste Verlegung)

Beim festen Terrassenverbau werden die Natursteinplatten dauerhaft und starr mit dem Untergrund verbunden. Dies geschieht in der Regel durch das Verlegen in einem Mörtelbett (oft spezieller Einkornmörtel / Drainagemörtel) auf einer Betonplatte.

  • Der Vorteil: Die Platten liegen absolut stabil, können nicht wackeln oder verrutschen. Die Fugen werden mit einem festen Fugenmörtel verschlossen, wodurch kein Unkraut durchwachsen kann und die Fläche leicht zu reinigen ist.
  • Wichtig: Ein fester Verbau erfordert handwerkliche Präzision und ein perfekt funktionierendes Entwässerungssystem (Drainage), damit gefrierendes Wasser im Winter keine Platten aufsprengt.

Findling

Ein Findling ist ein meist sehr großer, einzelner Stein, der während der Eiszeiten durch Gletscher über weite Strecken transportiert und nach dem Schmelzen des Eises in der Landschaft zurückgelassen wurde.

  • Charakter: Durch den jahrtausendlangen Transport im Eis und das Reiben am Untergrund sind Findlinge meist sanft abgerundet und haben eine glatte, verwitterte Oberfläche.
  • Verwendung: Im Garten- und Landschaftsbau werden sie als markante Solitärsteine (Blickfänge) in Beeten, an Teichanlagen oder als natürliche Begrenzungssteine eingesetzt.

Flammen (Geflammte Oberfläche)

Das Flammen (oder Flammstrahlen) ist ein thermisches Verfahren zur Oberflächenbearbeitung von Hartgesteinen (wie Granit oder manchen Gneisen).

  • Das Verfahren: Eine extrem heiße Brennerflamme (ca. 1.200 °C) wird schnell über den Stein geführt. Durch die plötzliche Hitze dehnen sich die Quarzkristalle im Stein ungleichmäßig aus und platzen an der Oberfläche minimal ab.
  • Das Ergebnis: Der Stein erhält eine raue, matte und sehr natürliche Struktur. Geflammte Steine sind extrem rutschsicher (R-Klasse) und daher die erste Wahl für den Außenbereich (Terrassen, Gehwege, Treppen).

Fossilien

Als Fossilien (oder Versteinerungen) bezeichnet man die Jahrmillionen alten Überreste oder Spuren von Pflanzen und Tieren (wie Muscheln, Korallen oder Ammoniten), die im Gestein eingeschlossen und mineralisiert wurden.

  • Vorkommen: Man findet sie ausschließlich in Sedimentgesteinen wie Kalkstein, Marmor (manchmal) oder Jura-Marmor.
  • Optik: Sie verleihen dem Stein eine einzigartige, historische Geschichte. Jede Platte mit einem sichtbaren Fossil ist ein Jahrmillionen altes Kunstwerk der Natur.

Frostbeständigkeit

Die Frostbeständigkeit ist eine der wichtigsten technischen Eigenschaften von Natursteinen für den Außenbereich. Sie gibt an, ob ein Stein dauerhaft frost- und tauwetter beständig ist, ohne Schaden zu nehmen.

  • Der Hintergrund: Wenn ein Stein Wasser aufsaugt und dieses gefriert, dehnt sich das Eis aus. Ist das Gefüge des Steins zu schwach oder nimmt er zu viel Wasser auf, platzt er auf (Frostschaden).
  • Prüfung: Steine für den Außenbereich werden nach strengen EU-Normen im Labor vielen Frost-Tau-Wechseln unterzogen, um ihre Frostsicherheit zu zertifizieren (z. B. Granit, Basalt, Quarzit).

Fugen

Die Fuge ist der Zwischenraum zwischen zwei verlegten Natursteinplatten oder Fliesen. Sie erfüllt sowohl technische als auch optische Aufgaben.

  • Technische Funktion: Fugen gleichen minimale Maßtoleranzen der Steine aus und nehmen Spannungen auf, die durch Temperaturschwankungen (Dehnung bei Hitze, Zusammenziehen bei Kälte) entstehen. Ohne Fugen würden die Steine aneinander reißen und brechen.
  • Wichtig bei Naturstein: Es müssen spezielle Naturstein-Fugenmörtel und Naturstein-Silikone verwendet werden. Normale Baustoffe enthalten oft Öle oder Zusätze, die in den Stein einwandern und unschöne, irreversible Fett- oder Verfärbungsränder verursachen können.

G603 / G654 / G682 (Chinesische Granite)

Die Codes G603, G654 und G682 sind weltbekannte, standardisierte Bezeichnungen für drei der am häufigsten verwendeten Granite aus China. Sie gehören aufgrund ihres hervorragenden Preis-Leistungs-Verhältnisses zu den absoluten Klassikern im Außenbereich.

  • G603 (Padang Kristall / Hellgrau): Ein sehr homogener, feinkörniger Granit in hellem Grau mit feinen schwarzen Pünktchen. Er wirkt sehr modern, zeitlos und neutral.
  • G654 (Padang Dunkel / Anthrazit): Ein dunkelgrauer bis fast schwarzer Stein mit einer gleichmäßigen Struktur. Er ist extrem beliebt für moderne, puristische Gestaltungen (z. B. Terrassenplatten oder Blockstufen in Anthrazit).
  • G682 (Padang Gelb / Crystal Yellow): Ein markanter, warm wirkender Granit in Beige-Gelb mit rostfarbenen Nuancen. Er wird gerne für mediterrane oder ländliche Gestaltungen genutzt.

Gabbro

Gabbro ist ein tiefenmagmatisches Gestein (Plutonit), das dem Granit in seinen technischen Eigenschaften in nichts nachsteht, geologisch aber eine andere Zusammensetzung hat (er enthält fast keinen Quarz).

  • Optik: Gabbros sind meist sehr dunkel – von Dunkelgrau über Dunkelgrün bis hin zu Tiefschwarz (wie der berühmte Nero Assoluto). Sie haben oft eine wunderschöne, kristalline Tiefenwirkung, wenn sie poliert sind.
  • Eigenschaften: Er ist extrem hart, abriebfest, frostbeständig und im Gegensatz zu vielen echten Graniten oft noch resistenter gegen Flecken und Säuren. Ein absolutes Premium-Material für Küchenarbeitsplatten und edle Böden.

Gabionen (Steinkörbe)

Eine Gabione ist ein Drahtkorb (meist aus feuerverzinktem Stahl), der mit Natursteinen befüllt wird. Der Begriff leitet sich vom italienischen gabbia (Korb) ab.

  • Verwendung: Sie werden im Gartenbau als moderner Sichtschutz, Schallschutz, als Grundstücksabgrenzung oder zur Hangsicherung eingesetzt.
  • Befüllung: Befüllt werden sie meist mit robusten, frostbeständigen Steinmaterialien wie Granit-, Basalt-, Kalkstein- oder Dolomitschotter (sogenannter Gabionenschotter).

Gebürstet

Das Bürsten ist ein mechanisches Verfahren, bei dem die Steinoberfläche mit speziellen Diamantbürsten bearbeitet wird. Dadurch erhält der Stein eine samtig-weiche Struktur (auch bekannt als „Leder-Optik“), bleibt dabei aber extrem pflegeleicht.

Die ausführliche Erklärung zu diesem Verfahren findest du unter dem Buchstaben B bei Bürsten.

Geschliffen

Das Schleifen ist ein mechanisches Verfahren, bei dem die Oberfläche des Steins mit immer feiner werdenden Schleifscheiben eben und glatt gerieben wird. Die Feinheit wird in „Körnungen“ (z. B. C60 bis C400) angegeben.

  • Die Optik: Der Stein wird komplett plan. Je feiner der Schliff (z. B. C400), desto matter glänzt die Oberfläche und desto kräftiger kommen die Farben und Strukturen des Steins zum Vorschein, ohne jedoch spiegelnd zu reflektieren (wie bei einer Politur).
  • Wichtig im Außenbereich: Für Terrassen und Gehwege wird meist ein grober Schliff (z. B. C60 oder C120) gewählt, um die nötige Rutschsicherheit zu gewährleisten.

Gespalten (Naturrau / Spaltgrobe Oberfläche)

Die gespaltene Oberfläche ist die natürlichste Form der Steinbearbeitung. Dabei wird der Stein entlang seiner natürlichen Lagerebenen oder Spaltrichtungen mit Keilen oder Spaltmaschinen mechanisch getrennt.

  • Das Ergebnis: Es entsteht eine unregelmäßige, wellige und matte Oberfläche, wie sie die Natur geschaffen hat. Kein Stein gleicht dem anderen.
  • Verwendung: Typisch für Schiefer, Quarzit, Gneis und Pflastersteine. Gespaltene Steine sind von Natur aus extrem rutschfest und widerstandsfähig, weisen jedoch gewisse Dickentoleranzen auf, die bei der Verlegung beachtet werden müssen.

Gestockt

Das Stocken ist eine traditionelle Oberflächenbearbeitung. Dabei wird die Steinoberfläche mit einem sogenannten Stockhammer (einem Hammer, dessen Schlagfläche an Fleischklopfer erinnert) mechanisch bearbeitet.

  • Der Effekt: Die pyramidenförmigen Zähne des Hammers zertrümmern die Oberfläche minimal. Es entsteht eine gleichmäßig raue, matte und hellere Struktur, die wie fein gepickt aussieht.
  • Vorteil: Gestockte Oberflächen sind extrem rutschsicher (auch bei Nässe und Frost) und werden daher sehr häufig für Treppenstufen, Gehwege und öffentliche Plätze genutzt.

Glimmer

Glimmer ist eine Gruppe von Mineralien (z. B. Biotit oder Muskovit), die sich durch eine extreme Schichtstruktur auszeichnen. Sie lassen sich in hauchdünne, elastische Blättchen zerteilen.

  • Der Effekt: Wenn Licht auf diese Mineralblättchen trifft, reflektieren sie es perfekt. Das sorgt für das typische, edle Glitzern und Funkeln in vielen Natursteinen (besonders stark bei Granit, Gneis oder Quarzit).

Gneis - Der Funke

Beschreibung:

  • Gneis ist ein metamorphes Gesteins, das während der Regionalmetamorphose unter hohen Druck- und Temperaturverhältnissen entsteht. Entscheidend für die Definition Gneis sind zudem der Feldspatanteil von mehr als 20 % aller gesteinsbildenden Mineralien sowie das für Gneise typische Paralleltextur.
  • Die Farbe von Gneis ist hauptsächlich grau, kann aber auch rosa, bräunlich und grünlich sein – abhängig von den mineralischen Bestandteilen des Gesteins. Dabei ist die Farbe nicht einheitlich, sondern lagenweise in Form heller und dunkler, aufeinander folgender Streifen bzw. Bänder angeordnet, durchsetzt von einem feinen Schimmer der namensgebenden Glimmerminerale.

Eigenschaften:

  • Frostbeständig
  • Hohe Abriebfestigkeit

Granit - Der Bekannteste

Beschreibung:

  • Granite sind massige und relativ grobkristalline magmatische Tiefengesteine, die reich an Quarz und Feldspaten sind, aber auch dunkle Minerale, vor allem Glimmer, enthalten. Der Merkspruch „Feldspat, Quarz und Glimmer, die drei vergess’ ich nimmer“ gibt die Zusammensetzung von Granit vereinfacht wieder.
  • Granit ist bekannt für sein breites Farbspektrum sowie für seine hohe Stabilität und Festigkeit. Je nach Mineralgehalt kommen Granite in nahezu allen Farben vor. Die Musterung ist kristallin, mittel- oder auch grobkörnig. Dank der guten Sichtbarkeit seiner Kristalle wirkt polierter Granit sehr edel.

Eigenschaften:

  • Gute Abrieb- und Wetterfestigkeit
  • Hitzebeständig
  • Pflegeleicht und leicht polierbar

Großpflaster

Als Großpflaster bezeichnet man Pflastersteine aus Naturstein mit einer Kantenlänge von meist ca. 14 bis 16 cm (im Gegensatz zu Kleinpflaster mit ca. 9 cm oder Mosaikpflaster mit ca. 5 cm).

  • Verwendung: Aufgrund ihrer Masse und Stabilität werden sie traditionell für stark belastete Verkehrsflächen, Einfahrten, Rinnen oder als dekorative Einfassungen und Reihenpflasterungen verwendet.

Grobkorn

Der Begriff Grobkorn beschreibt ein Gesteinsgefüge, bei dem die einzelnen Mineralkristalle im Stein relativ groß gewachsen sind (deutlich über 5 mm) und mit bloßem Auge sofort als einzelne Fragmente erkannt werden können.

  • Optik: Grobkörnige Steine wirken sehr lebendig, rustikal und charakterstark. Ein bekanntes Beispiel für einen sehr grobkörnigen Granit ist der Baltic Brown, bei dem man die großen, runden Feldspat-Kristalle sofort sieht.

Handbekantet (handbeschlagen / handbearbeitet)

Der Begriff handbekantet bedeutet, dass die Kanten einer Natursteinplatte oder eines Mauersteins in traditioneller Handarbeit mit dem Hammer (meist einem Steinmetzeisen) nachgearbeitet wurden.

  • Optik: Anders als schnurgerade, maschinell gesägte Kanten sind handbekantete Kanten leicht wellig und haben kleine, charmante Einkerbungen.
  • Der Effekt: Das verleiht dem verlegten Stein eine besonders natürliche, rustikale und authentische Ausstrahlung. Diese Bearbeitung wird sehr häufig bei Sandstein, Kalkstein oder Travertin für den mediterranen Gartenstil eingesetzt.

Halbstab-Profil

Das Halbstab-Profil ist eine klassische Form der Kantenbearbeitung bei Natursteinplatten (wie Küchenarbeitsplatten, Waschtischen oder Treppenstufen)

  • Die Form: Im Gegensatz zum komplett halbrunden Rundstab wird hier nur die obere Hälfte der Kante abgerundet, während die untere Hälfte der Kante rechtwinklig (gerade) abfällt.
  • Die Wirkung: Das Profil verbindet die weiche, fließende Optik einer Rundung an der Oberseite mit einer klaren, modernen Trennkante an der Unterseite. Es lässt die Platte optisch kompakt und stabil wirken.

Hartgestein

Als Hartgestein bezeichnet man in der Natursteinbranche eine Gruppe von Gesteinen, die aufgrund ihrer mineralischen Zusammensetzung eine enorme Härte (Mohshärte meist über 6) aufweisen. Sie bestehen zu einem großen Teil aus harten Silikatmineralien wie Quarz und Feldspat.

  • Typische Vertreter: Zu den Hartgesteinen zählen unter anderem Granit, Gneis, Basalt, Gabbro und Quarzit
  • Eigenschaften: Sie sind absolut kratzfest, frostbeständig, weitgehend säureresistent und mechanisch extrem belastbar. Schmutz und Flüssigkeiten dringen nur schwer ein.
  • Verwendung: Aufgrund ihrer Unverwüstlichkeit sind Hartgesteine die erste Wahl für stark beanspruchte Bereiche wie Küchenarbeitsplatten, Treppenhäuser, Einfahrten und Terrassen im Außenbereich. (Das direkte Gegenstück zu Hartgestein ist das Weichgestein, wie z. B. Marmor oder Kalkstein).

Imprägnieren (Natursteinimprägnierung)

Das Imprägnieren ist ein Schutzverfahren für Natursteine, bei dem eine spezielle, flüssige Schutzkomponente auf den Stein aufgetragen wird. Im Gegensatz zu einer Versiegelung bildet eine Imprägnierung keine geschlossene Schicht auf der Oberfläche, sondern zieht tief in die mikroskopisch kleinen Poren des Steins ein.

  • Wie es funktioniert: Die Imprägnierung kleidet die Porenkanäle von innen aus und sorgt für einen sogenannten „Lotuseffekt“. Wasser, Öle, Fette und Schmutz können nicht mehr in den Stein einsaugen, sondern perlen einfach an der Oberfläche ab.
  • Der große Vorteil: Der Stein bleibt atmungsaktiv (wasserdampfdurchlässig). Feuchtigkeit, die sich eventuell unter dem Stein befindet, kann nach oben hin entweichen. Das ist besonders im Außenbereich und bei Fußbodenheizungen extrem wichtig.
  • Optik: Es gibt Imprägnierungen, die das Aussehen des Steins überhaupt nicht verändern, und solche mit einem sogenannten Farbvertiefereffekt. Letztere lassen die natürlichen Farben und Strukturen des Steins dauerhaft kräftiger und „wie frisch nass abgewischt“ erscheinen.
  • Haltbarkeit: Eine Imprägnierung hält je nach Beanspruchung und Steinart im Innenbereich viele Jahre, im Außenbereich sollte sie meist nach 2 bis 3 Jahren aufgefrischt werden.

Kalkstein - Der Wunderbare

Beschreibung:

  • Als Kalkstein werden Sedimentgesteine bezeichnet, die überwiegend aus dem chemischen Stoff Calciumcarbonat in Form der Mineralien Calcit und Aragonit bestehen. Der größte Teil der Kalksteine entstand aus abgestorbenen Organismen, wie Korallen, Muscheln oder Schnecken, aber auch Fossilien anderer Tiere und Pflanzen. Kalkstein ist ein äußerst variables Gestein, das betrifft sowohl seine Entstehung als auch seine Eigenschaften, sein Aussehen und die wirtschaftliche Verwendbarkeit.

Eigenschaften:

  • Robust
  • Pflegeleicht

Kies (Natursteinkies)

Unter Kies versteht man kleine, durch die Kraft von Wasser (in Flüssen oder Gletschern) rundlich geformte Natursteine mit einer Korngröße von meist 2 bis 63 mm.

  • Der Unterschied zu Splitt: Während Splitt maschinell gebrochen wird und scharfe Kanten hat, ist Kies von Natur aus rund und glatt.
  • Verwendung: Im Garten- und Landschaftsbau wird Kies sehr gerne für dekorative Kiesbeete, als Spritzschutz an Hauswänden (Traufstreifen) oder für gemütliche Gartenwege genutzt. Da er keine scharfen Kanten hat, ist er besonders barfuß freundlich und angenehm zu begehen.

Kleinpflaster

Als Kleinpflaster bezeichnet man Naturstein-Pflastersteine mit einer Standard-Kantenlänge von meist ca. 8 bis 11 cm (sie liegen damit genau zwischen dem feinen Mosaikpflaster mit ca. 5 cm und dem wuchtigen Großpflaster mit ca. 15 cm).

  • Verwendung: Es ist das am häufigsten verwendete Pflaster im privaten und öffentlichen Raum.
  • Gestaltung: Aufgrund der handlichen Größe lassen sich mit Kleinpflaster nicht nur gerade Linien, sondern auch wunderschöne, traditionelle Verlegemuster wie Segmentbögen, Schuppenpflaster oder geschwungene Kreise in Auffahrten und auf Terrassen realisieren.

Kreuzfugen

Eine Kreuzfuge entsteht bei der Verlegung von Fliesen oder Platten, wenn vier Ecken direkt aufeinandertreffen und die Fugenlinien ein exaktes, durchgehendes Kreuz (eine „+“-Form) bilden.

  • Die Optik: Die Verlegung im Kreuzverband wirkt sehr geometrisch, streng, modern und ruhig. Sie erfordert jedoch absolute Präzision bei der Arbeit, da minimale Abweichungen sofort ins Auge fallen.
  • Wichtig im Außenbereich: Bei einer festen Verlegung auf Terrassen wird das Verlegen in Kreuzfugen oft vermieden (stattdessen wählt man den Halbverband oder Bahnenware). Der Grund: Durchgehende Fugenlinien können unter extremen Temperaturschwankungen zu höheren Spannungen im Belag führen, was das Risiko von Rissen erhöht.

Linsenkante

Die Linsenkante (oft auch als Schweizer Kante oder Facettenkante bezeichnet) ist eine hochmoderne, extrem elegante Form der Kantenbearbeitung.

  • Die Form: Dabei wird die Kante an der Unterseite der Platte in einem flachen Winkel schräg nach hinten weggeschnitten (hinterschnitten), während die obere Kante nur eine minimale, feine Fase erhält.
  • Der Effekt: Schaut man von vorne oder oben auf die Platte, wirkt sie hauchdünn und scheint regelrecht über dem Untergrund zu schweben. Es ist das absolute Trend-Profil für minimalistische Design-Küchenarbeitsplatten, exklusive Tischplatten oder freitragende Treppenstufen.

Lithofin

Lithofin ist einer der bekanntesten und führenden Markenhersteller von Spezialprodukten zum Reinigen, Schützen und Pflegen von Naturstein, Fliesen und Kunststein.

  • Bedeutung im Handel: In der Natursteinbranche gilt Lithofin seit Jahrzehnten als Qualitätsstandard. Da herkömmliche Haushaltsreiniger oft zu aggressiv für empfindliche Natursteine (wie Marmor oder Kalkstein) sind, bietet die Marke exakt abgestimmte Systemprodukte – vom Zementschleierentferner für die Bauendreinigung über spezielle Imprägnierungen bis hin zur täglichen Wischpflege.

Loser Terrassenverbau (Lose Verlegung)

Beim losen Terrassenverbau werden die Natursteinplatten ungebunden – also ohne Mörtel oder Kleber – auf den Untergrund verlegt. Dies geschieht in der Regel in einem Bett aus Splitt oder auf speziellen Stelzlagern (Plattenlagern).

  • Das Verfahren: Die Platten werden einfach auf das vorbereitete Splittbett eingeklopft oder auf die Stelzlager aufgesetzt. Die Fugen bleiben entweder offen oder werden mit einem elastischen, wasserdurchlässigen Fugensand (z.B. Basaltsplitt) eingekehrt.
  • Die Vorteile:
    • Frostsicherheit: Da Wasser durch die offenen Fugen und das Splittbett sofort nach unten versickern kann, gibt es keine Gefahr von Frostschäden durch gefrierendes Stauwasser.
    • Flexibilität: Einzelne Platten können jederzeit problemlos angehoben werden (z. B. um Kabel darunter zu verlegen oder eine beschädigte Platte auszutauschen).
    • Rückbaubarkeit: Der Belag lässt sich bei Bedarf komplett zerstörungsfrei wieder entfernen.

Luserna (Luserna Gneis)

Luserna ist der Handelsname für einen weltbekannten, extrem robusten Gneis (Umwandlungsgestein), der im Norden Italiens (in den Westalpen) abgebaut wird.

  • Optik: Er zeichnet sich durch ein sehr lebendiges, feinkörniges Gefüge aus. Typisch ist seine grau-grünliche bis leicht gelblich-bräunliche Färbung. Durch die im Stein enthaltenen Glimmer-Mineralien besitzt Luserna Gneis einen wunderschönen, edlen Glanz im Sonnenlicht.
  • Eigenschaften: Da es sich um ein Gneis handelt, ist Luserna extrem hart, absolut frostbeständig, tausalzresistent und abriebfest. Er lässt sich hervorragend in komplett ebene Platten spalten.
  • Verwendung: Aufgrund seiner Unverwüstlichkeit ist er im Außenbereich extrem beliebt für Terrassenplatten, unregelmäßige Polygonalplatten, Blockstufen oder Pflastersteine, verströmt aber gleichzeitig einen eleganten, alpinen Charme.

Mähkante

Eine Mähkante ist eine flache, ebenerdig verlegte Reihe aus Natursteinen, die ein Gartenbeet oder eine Mauer von der Rasenfläche trennt.

  • Funktion: Sie ermöglicht es, beim Rasenmähen mit dem Rad des Mähers direkt über die Steine zu fahren. Dadurch wird der Rasen auch an den Kanten sauber geschnitten, und das lästige, manuelle Nacharbeiten mit dem Rasentrimmer entfällt.
  • Materialien: Besonders beliebt sind dafür schmale Granit- oder Basaltpflastersteine, da sie extrem robust sind und dem Druck des Rasenmähers mühelos standhalten.

Marmor - Der Noble

Beschreibung:

  • Marmor ist ein Carbonatgestein, das aus den Mineralen Calcit, Dolomit und Aragonit besteht. Es ist metamorphes Gestein, das bei einer hohen Temperatur und unter hohem Druck entstanden ist. Das charakteristische Merkmal von Marmor ist die sog. Marmorierung, die sowohl in Form von das Gestein durchziehenden, hellen und dunklen Streifen, Maserungen, Flecken oder Äderungen vorhanden sein kann und Ausdruck der mineralischen Beimengungen sind. Die seit Jahrtausenden betriebene Gewinnung von Marmor ist auch heute noch ein mühseliger und aufwändiger Prozess.

Eigenschaften:

  • Nicht frostbeständig
  • Wärmeleitend

Mauerabdeckung (Abdeckplatten)

Eine Mauerabdeckung besteht aus flachen Natursteinplatten, die als oberer Abschluss auf eine Garten- oder Grundstücksmauer gelegt werden.

  • Der Zweck: Sie dient nicht nur der schönen Optik, sondern ist vor allem ein wichtiger Bauschutz. Sie verhindert, dass Regenwasser und Frost von oben in das Mauerwerk eindringen und den Stein oder die Fugen zerstören.
  • Wichtiges Detail: Professionelle Mauerabdeckungen stehen an den Seiten leicht über und besitzen an der Unterseite eine eingefräste Wassernase (Tropfkante). Dadurch tropft das Regenwasser kontrolliert ab, anstatt an der Mauer herunterzulaufen und unschöne Schmutzstreifen zu bilden.

Mauersteine

Mauersteine aus Naturstein sind das Grundmaterial für den Bau von Gartenmauern, Hochbeeten oder Hangbefestigungen.

  • Varianten: Es gibt sie in vielen verschiedenen Ausführungen – von komplett unregelmäßigen Bruchsteinen über gespaltene Sorten bis hin zu allseitig gesägten Systemsteinen, die sich besonders leicht aufbauen lassen.
  • Verarbeitung: Sie können entweder klassisch mit Mörtel vermauert oder als ökologisch wertvolle Trockenmauer (ohne Mörtel, nur durch Eigengewicht und verkeilte Steine) aufgeschichtet werden.

Metamorphe Gesteine

Bei der Umwandlung ändert sich die Mineralzusammensetzung des Gesteins, weil neue Minerale und Mineralaggregate gebildet werden, die unter den gegebenen neuen Druck- und Temperaturbedingungen stabil sind; daneben wird auch das Gesteinsgefüge transformiert. Typisch für metamorphe Gesteine ist die Schieferung.

Mineralien

Mineralien sind die natürlichen Bausteine, aus denen jeder Naturstein besteht. Ein Gestein ist in der Regel ein festes Gemisch aus verschiedenen Mineralien.

  • Bedeutung: Die Art, Menge und Anordnung der Mineralien bestimmen letztendlich alle Eigenschaften des Natursteins – also seine Farbe, seine Härte, seine Säurebeständigkeit und wie er glitzert. Zum Beispiel besteht Granit im Wesentlichen aus den drei Mineralien Feldspat, Quarz und Glimmer.

Mittelkorn

Der Begriff Mittelkorn beschreibt das Gefüge eines Natursteins, dessen Mineralkristalle eine mittlere Größe besitzen (meist zwischen 1 und 5 mm).

  • Einordnung: Er liegt genau zwischen dem sehr ruhigen Feinkorn und dem sehr charakterstarken, wilden Grobkorn. Ein mittelkörniger Stein zeigt eine deutlich sichtbare Textur, wirkt aber auf der Fläche dennoch harmonisch und ausgeglichen.

Mosaikpflaster

Mosaikpflaster ist die kleinste Variante der Naturstein-Pflastersteine. Die Kantenlänge der würfelförmigen Steine beträgt meist nur ca. 4 bis 6 cm (im Vergleich zu Klein- oder Großpflaster).

  • Verwendung: Aufgrund der geringen Größe wird es traditionell für sehr filigrane Pflasterarbeiten verwendet. Mit Mosaikpflaster lassen sich wunderschöne Ornamente, Wappen, Jahreszahlen, feine Linienbögen oder kunstvolle Wegebänderungen in den Boden einarbeiten.

Muschelkalk

Muschelkalk ist ein traditioneller, meist heimischer Kalkstein (Sedimentgestein), der vor Jahrmillionen durch die Ablagerung von Schalenresten urzeitlicher Meerestiere entstanden ist.

  • Optik: Er hat eine sehr charakteristische, lebendige Struktur in erdigen Tönen von Grau über Braun bis hin zu warmen Beigenuancen. Die fossilen Einschlüsse von Muschelschalen sind oft deutlich mit bloßem Auge zu erkennen.
  • Verwendung: Muschelkalk verwittert im Außenbereich sehr charmant und wird extrem gerne für rustikale Gartenmauern, Blockstufen, Terrassenplatten oder als historische Fassadenverkleidung genutzt.

Nachhaltigkeit

Naturstein gehört zu den nachhaltigsten Baustoffen überhaupt, da er von der Natur bereits fertig produziert zur Verfügung gestellt wird und im Gegensatz zu Beton, Keramik oder Kunststoffen nicht unter hohem Energieaufwand künstlich hergestellt werden muss.

  • Ökobilanz: Der Abbau und die Bearbeitung von Naturstein erfordern im Vergleich zu anderen Baustoffen extrem wenig Energie (geringer CO₂-Fußabdruck).
  • Langlebigkeit: Natursteine halten oft über Generationen hinweg. Sie altern in Würde, verlieren nicht an Wert und müssen nicht nach wenigen Jahren ausgetauscht werden.
  • Recycling: Naturstein ist ein reines Naturprodukt. Er enthält keine Schadstoffe oder Chemikalien und kann zu 100 % recycelt werden (z. B. als Schotter im Straßenbau oder als Bruchsteinmauerwerk).
  • Tipp für die Praxis: Wer besonders nachhaltig bauen möchte, greift auf heimische oder europäische Natursteine zurück (z. B. regionaler Muschelkalk oder Gneis), um lange Transportwege per Schiff zu vermeiden.

Naturgerundet

Der Begriff naturgerundet beschreibt Steine, deren runde, glatte Form ohne menschliches Zutun rein durch die Urkräfte der Natur entstanden ist.

  • Die Entstehung: Über Jahrtausende hinweg wurden diese Steine in Flussbetten, an Meeresküsten oder durch eiszeitliche Gletscher transportiert. Durch das ständige Aneinanderreiben und die Bewegung im Wasser wurden alle scharfen Ecken und Kanten perfekt abgeschliffen.
  • Typische Beispiele: Findlinge, Flusskiesel oder klassischer Natursteinkies. Sie zeichnen sich durch eine besonders harmonische, weiche Haptik aus und werden im Gartenbau gerne für Bachläufe, Teichanlagen oder als barfußfreundliche Gehwege genutzt.

Naturstein

Als Naturstein bezeichnet man ganz allgemein alle Gesteine, wie sie in der Natur vorzufinden sind und im Steinbruch als rohe Blöcke abgebaut werden. Er ist das pure, unverfälschte Produkt unserer Erde, geformt über Jahrmillionen durch tektonischen Druck, Hitze oder Ablagerungen.

  • Das Unikat-Prinzip: Im Gegensatz zu industriell gefertigten Belägen (wie Fliesen oder Beton) gleicht kein Naturstein dem anderen. Jeder Stein variiert minimal in Farbe, Struktur, Aderung und Zeichnung. Wer sich für Naturstein entscheidet, holt sich immer ein echtes Unikat ins Haus oder in den Garten.
  • Vielfalt: Die Familie der Natursteine ist riesig und reicht von extrem harten Eruptivgesteinen (z. B. Granit, Basalt) über Sedimentgesteine (z. B. Kalkstein, Sandstein) bis hin zu Umwandlungsgesteinen (z. B. Marmor, Gneis).

Nero Assoluto

Nero Assoluto (oft auch als Zimbabwe Black gehandelt) ist einer der exklusivsten und weltweit gefragtesten Natursteine. Geologisch gesehen handelt es sich meist um einen Gabbro (ein feinkörniges Tiefengestein).

  • Optik: Das absolute Markenzeichen ist seine tiefschwarze, extrem homogene und gleichmäßige Farbe fast ohne jede Struktur oder Aderung.
  • Die Wirkung je nach Bearbeitung:
    • Poliert: Der Stein wirkt wie tiefschwarzes, spiegelndes Glas – der Inbegriff von Luxus und moderner Eleganz.
    • Satiniert / Geflammt: Er wirkt edel anthrazitfarben bis matt-schwarz und fasst sich samtweich an.
  • Verwendung: Aufgrund seiner extremen Härte, Säurebeständigkeit und geringen Wasseraufnahme ist er im Innenbereich der absolute König für Küchenarbeitsplatten, Waschtische und exklusive Bodenbeläge. Im Außenbereich wird er wegen seiner Frostbeständigkeit gerne für edle Treppenanlagen genutzt.

Oberflächenbearbeitung

Die Oberflächenbearbeitung entscheidet maßgeblich darüber, wie ein Naturstein am Ende aussieht, wie er sich anfühlt und für welchen Zweck er eingesetzt werden kann. Derselbe Stein kann durch unterschiedliche Bearbeitungen eine völlig andere Wirkung erzielen.

  • Die Funktionen: Neben der rein optischen Gestaltung (matt, glänzend, rustikal) erfüllt die Bearbeitung vor allem technische Zwecke. Im Außenbereich ist sie entscheidend für die Rutschsicherheit bei Nässe.
  • Die wichtigsten Methoden im Überblick:
    • Mechanisch: Schleifen (glatt und matt), Polieren (glänzend und farbintensiv) oder Bürsten (samtige Leder-Optik).
    • Thermisch: Flammen (durch Hitze aufgeraut und extrem rutschfest).
    • Handwerklich/Grob: Spalten (naturbelassen, wellig), Stocken (mit dem Bosshammer gepickt) oder Antikisieren/Trommeln (künstlich gealtert).

Palisade

Eine Palisade ist ein stangenförmiges, langes Natursteinelement mit meist quadratischem oder rechteckigem Querschnitt. Die Sichtseiten sind in der Regel rau bearbeitet (z. B. gespalten oder gestockt).

  • Verwendung: Palisaden werden senkrecht (vertikal) in den Boden gesetzt (und meist in Beton fundamentiert). Sie dienen im Gartenlandschaftsbau als stilvolle Gestaltungselemente, um Höhenunterschiede im Gelände abzufangen, Böschungen abzusichern oder Hochbeete und Terrassen exakt einzufassen.
  • Gestaltungstipp: Durch das Nebeneinander setzen von Palisaden in unterschiedlichen Höhen lassen sich wunderbar geschwungene, terrassierte Ebenen im Garten gestalten.

Pflastersteine

Pflastersteine aus Naturstein sind kleine, meist würfel- oder quaderförmige Steine, die traditionell für die Befestigung von Wegen, Einfahrten, Terrassen und Plätzen genutzt werden.

  • Die Größen: Man unterscheidet klassisch zwischen Mosaikpflaster (ca. 4–6 cm), Kleinpflaster (ca. 8–11 cm) und Großpflaster (ca. 14–16 cm).
  • Vorteile: Pflaster aus Naturstein ist extrem druckfest, langlebig und hält schwersten Belastungen (z. B. Autoverkehr in der Einfahrt) stand. Zudem altert es wunderschön und entwickelt im Laufe der Jahrzehnte eine charmante Patina.
  • Gestaltung: Durch die einzelnen, kleinen Steine lassen sich beim Verlegen wunderschöne, geschwungene Muster wie Segmentbögen, Kreise oder Schuppenpflaster realisieren.

Pflege (Natursteinpflege)

Die Pflege von Naturstein ist erstaunlich unkompliziert, wenn man ein paar goldene Grundregeln beachtet. Da es sich um ein reines Naturprodukt handelt, reagiert er anders als Fliesen oder Kunststoff.

  • Die wichtigste Regel: Verwende keine aggressiven Haushaltsreiniger (wie Essigreiniger, Kalklöser, Scheuermilch oder saure Allzweckreiniger). Diese können vor allem Weichgesteine (wie Kalkstein oder Marmor) stumpf machen oder verätzen.
  • Die richtige Pflege: Für die laufende Reinigung reicht meist klares Wasser oder eine milde, rückfettende Edelwischpflege (z. B. von Lithofin). Sie nährt den Stein und schützt ihn vor dem Austrocknen.
  • Vorbeugung: Eine regelmäßige Imprägnierung im Abstand von wenigen Jahren sorgt dafür, dass Schmutz und Öle gar nicht erst in den Stein einziehen können und erleichtert die Pflege enorm.

Platten (Natursteinplatten)

Als Platten bezeichnet man flach zugeschnittene oder gespaltene Natursteine, deren Grundfläche deutlich größer ist als ihre Dicke (meist ab einer Kantenlänge von 30 cm aufwärts).

  • Terrassenplatten (Außenbereich): Sie sind meist zwischen 3 und 5 cm dick, um Frost und Belastungen standzuhalten. Ihre Oberfläche ist in der Regel rau (z. B. geflammt oder gespalten), um Rutschsicherheit zu garantieren.
  • Bodenfliesen (Innenbereich): Für den Innenbereich werden die Platten dünner kalibriert (meist 1 bis 2 cm) und oft geschliffen oder poliert, um eine edle, pflegeleichte Oberfläche zu erhalten.

Polieren (Polierte Oberfläche)

Das Polieren ist die feinste Stufe der mechanischen Oberflächenbearbeitung. Dabei wird der Stein mit immer feineren Schleifscheiben bis hin zur Polierpaste so lange bearbeitet, bis die Oberfläche spiegelglatt wird.

  • Der Effekt: Durch die Politur werden die Poren des Steins maximal geschlossen. Die natürlichen Farben, tiefen Strukturen und feinen Aderungen des Gesteins kommen extrem intensiv und kontrastreich zur Geltung.
  • Verwendung: Besonders beliebt bei Marmor, Granit oder Gabbro im Innenbereich (z. B. für edle Küchenarbeitsplatten, Waschtische oder glänzende Bodenbeläge).
  • Hinweis für außen: Im unbedachten Außenbereich sind polierte Platten ungeeignet, da sie bei Nässe extrem rutschig werden und die Politur durch Witterungseinflüsse mit der Zeit stumpf wird.

Polygonalplatten (Bruchplatten)

Der Begriff Polygonalplatte leitet sich vom griechischen Wort für „vieleckig“ ab. Es handelt sich um Natursteinplatten (häufig aus Quarzit, Schiefer oder Porphyr), die keine gesägten, rechtwinkligen Kanten haben, sondern in ihrer völlig unregelmäßigen, natürlichen Bruchform belassen wurden.

  • Die Optik: Beim Verlegen werden die Platten wie ein großes Puzzle aneinandergelegt. Es entsteht ein sehr lebendiges, mediterranes und rustikales Fugenbild.
  • Verwendung: Sie sind der absolute Klassiker für den südländischen Gartenstil und werden gerne für Terrassen, Gartenwege oder als dekorative Wandverkleidungen genutzt.

Porphyr - Der Faszinierende

Beschreibung:

  • Als Porphyr wird ein Gefüge von Gesteinen magmatischen Ursprungs bezeichnet, in dessen feinkörniger Gesteinsmatrix vereinzelte, größere ausgebildete Kristalle enthalten sind.
  • Abhängig von den Mineralen, die an der Zusammensetzung von Porphyr beteiligt sind, kann die Farbe sowohl purpurn, rötlich, gräulich oder bräunlich sein, stets durchsetzt von helleren, größeren Kristallen, sodass die Optik von Porphyr an das Aussehen von Beton erinnert.

Eigenschaften:

  • Frostsicher
  • Abriebfest
  • Tausalzbeständig

Quarzit - Der Wunderschöne

Beschreibung:

  • Quarzit ist ein metamorphes Gestein, d.h. Quarzit geht aus der Umwandlung unter hohen Druck- und/oder Temperaturverhältnissen aus anderen quarzhaltigen Gesteinen hervor. Ausschlaggebend für die Angrenzung zu anderen quarzhaltigen Gesteinen bzw. für die Definition Quarzit ist zudem, dass das Gestein zu wenigstens 98 % aus dem Mineral Quarz besteht.

Eigenschaften:

  • Politurbeständig
  • Optimal für Oberflächenveredlung

Randstein (Kantenstein / Bordstein)

Ein Randstein ist ein länglicher, stabiler Naturstein, der als horizontale Begrenzung und Einfassung von gepflasterten Flächen, Wegen oder Beeten dient.

  • Die Funktion: Er hat eine wichtige statische Aufgabe: Er verhindert, dass die äußeren Steine einer gepflasterten Terrasse oder Einfahrt unter Belastung (z. B. beim Überfahren mit dem Auto) nach außen wegdrehen oder absacken. Zudem sorgt er für eine saubere optische Trennung zwischen verschiedenen Gartenbereichen (z. B. zwischen Gehweg und Rasen).

Reinigung (Bauendreinigung & Unterhaltsreinigung)

Bei der Reinigung von Naturstein wird grundsätzlich zwischen zwei Phasen unterschieden: der einmaligen Reinigung nach der Verlegung und der regelmäßigen Pflege im Alltag.

  • Die Bauendreinigung: Nach dem Verlegen und Verfugen muss der sogenannte Zementschleier entfernt werden. Hierfür verwendet man spezielle, auf den Stein abgestimmte Zementschleierentferner. Achtung: Saure Reiniger dürfen niemals auf kalkhaltigen Weichgesteinen (wie Marmor oder Kalkstein) angewendet werden!
  • Die Unterhaltsreinigung: Für das regelmäßige Wischen im Alltag reicht meist klares Wasser, idealerweise kombiniert mit einer milden, rückfettenden Edelwischpflege (z. B. von Lithofin).
  • Wichtiger Hinweis: Hochdruckreiniger sollten im Außenbereich nur mit sehr geringem Druck oder einem speziellen Flächenreiniger-Aufsatz genutzt werden, da ein zu harter Wasserstrahl das Gesteinsgefüge aufrauen und die Fugen beschädigen kann.

Rektifiziert (Kanten)

Hinweis: Dieser Begriff stammt primär aus der Fliesen- und Feinsteinzeugherstellung, begegnet Kunden im Handel aber ständig beim Vergleich mit Naturstein.

Rektifiziert bedeutet, dass die Kanten einer Fliese oder Platte nach dem Brennvorgang vom Hersteller maschinell exakt auf ein bestimmtes Maß zugeschnitten und im 90°-Winkel geschliffen wurden.

  • Der Vorteil: Alle Platten sind absolut identisch groß (ohne die sonst üblichen, minimalen Produktionstoleranzen).
  • Der Effekt: Rektifizierte Platten lassen sich mit einer extrem schmalen und modernen Fuge (oft nur 1,5 bis 2 mm breit) verlegen. Das sorgt für ein sehr homogenes, flächiges und modernes Gesamtbild.

Riemchen (Verblender)

Als Riemchen bezeichnet man schmale, flache und relativ dünne Streifen aus Naturstein, die als Verblender zur Wandgestaltung genutzt werden.

  • Die Optik: Die Vorderseite der Riemchen ist meist gespalten oder bossiert. Dadurch entsteht an der Wand eine sehr plastische, dreidimensionale und lebendige Steinoptik (Bruchstein-Look).
  • Verwendung: Sie werden im Innenbereich (z. B. als Akzentwand hinter dem Fernseher oder Kamin) sowie im Außenbereich zur Verschönerung von Fassaden, Sockeln oder Gartenmauern im Dünnbettverfahren an die Wand geklebt.

Rio Dorado

Rio Dorado ist der Handelsname für einen weltbekannten, intensiv gold-gelben Quarzit aus Brasilien.

  • Optik: Er zeichnet sich durch seine warmen, sonnigen Gelb-, Orange- und Beigetöne aus, die oft von weißen oder silbernen Quarzadern durchzogen sind. Durch seine gespaltene Oberfläche besitzt er zudem ein wunderschönes, edles Glitzern im Sonnenlicht.
  • Eigenschaften: Da es sich um einen echten Quarzit handelt, ist Rio Dorado extrem hart, abriebfest, absolut frostbeständig und unempfindlich gegenüber Säuren.
  • Verwendung: Der absolute Klassiker für mediterrane Gartengestaltungen – ob als regelmäßige Terrassenplatte, edle Blockstufe oder als unregelmäßige Polygonalplatte.

Römischer Verband

Der Römische Verband ist ein traditionelles und sehr beliebtes Verlegemuster für Natursteinplatten im Innen- und Außenbereich, das optisch an alte römische Bauten erinnert.

  • Das Prinzip: Das Muster besteht aus einem Set von Platten mit verschiedenen, genau aufeinander abgestimmten quadratischen und rechteckigen Formaten (meist 3, 4 oder 6 verschiedene Größen).
  • Die Wirkung: Die Platten werden nach einem bestimmten, sich wiederholenden Verlegeschema so angeordnet, dass keine durchgehende Kreuzfugen entstehen. Das Gesamtbild wirkt dadurch herrlich spielerisch, rustikal und lebendig. Es bricht die strenge Geometrie großer Flächen elegant auf. 

Rostflecken

Rostflecken auf Naturstein können zwei Ursachen haben: Sie entstehen entweder durch externe Einflüsse (z. B. eisenhaltigen Dünger, Gartenmöbel aus Metall oder metallische Werkzeuge) oder durch steininterne, eisenhaltige Mineralien, die durch Feuchtigkeit oxidieren.

  • Die Lösung: Rostflecken lassen sich in der Regel nicht mit normalen Reinigern entfernen. Hierfür gibt es spezielle, säurefreie Rostentferner für Naturstein. Diese wandeln die Eisenverbindungen chemisch um, sodass sie wasserlöslich werden und weggespült werden können.
  • Vorbeugung: Eine professionelle Imprägnierung mindert das Eindringen von Feuchtigkeit und reduziert so das Risiko von stein interenen Rostausblühungen erheblich. 

Rundstab (Rundstabkante)

Der Rundstab bezeichnet eine edle handwerkliche Form der Kantenbearbeitung bei Natursteinplatten. Dabei wird die Stirnkante der Platte (z. B. einer Treppenstufe oder Fensterbank) komplett halbrund geschliffen und poliert.

  • Der Effekt: Im Gegensatz zu einer scharfkantigen oder nur leicht gefasten Kante wirkt der Rundstab sehr weich, harmonisch und klassisch elegant.
  • Vorteil: Durch die Rundung ist die Kante extrem unempfindlich gegen Abplatzungen bei Stößen. Zudem wird das Verletzungsrisiko minimiert, weshalb diese Bearbeitung sehr gerne bei Poolumrandungen, Küchenarbeitsplatten oder stark frequentierten Treppenstufen gewählt wird.

Rutschhemmend (R-Klassen)

Die Rutschhemmung ist die wichtigste technische Eigenschaft von Natursteinbelägen für den Außenbereich und Nasszonen (wie Duschen oder Poolumrandungen). Sie gibt an, wie sicher ein Stein bei Nässe begehbar ist.

  • Die Einstufung: Die Rutschhemmung wird in sogenannten R-Klassen (nach DIN-Norm) von R9 bis R13 gemessen. Je höher die Zahl, desto rutschfester ist der Belag.
    •  R9 / R10: Eher glatte Oberflächen, ideal für den Innenbereich.
    • R11 / R12: Raue Oberflächen (z. B. geflammt, gestockt oder gespalten), die zwingend für unüberdachte Terrassen, Gehwege und Außentreppen empfohlen werden, um Unfälle bei Regen und Eis zu vermeiden.

Sandstein - Der Elegante

Beschreibung:
  • In der Geologie wird unter dem Begriff Sandstein ein Sedimentgestein bezeichnet, das vorwiegend mariner Herkunft, d.h. im Meer entstanden, ist und aus Sand besteht.
  • Abhängig von verschiedenen mineralischen und nicht-mineralischen Beimengungen kann Sandstein verschiedene Farben aufweisen. Die Farbe von Sandstein reicht von gelb bis braun, über rötlich, grünlich und blau-schwarz.
Eigenschaften:
  • Widerstandsfähig
  • Rutschfest

Sandstrahlen (Sandgestrahlte Oberfläche)

Das Sandstrahlen ist ein mechanisches Verfahren zur Oberflächenbearbeitung. Dabei wird ein feines Strahlmittel (z. B. Quarzsand oder Korund) mit hohem Luftdruck auf die Steinoberfläche geschossen.

  • Der Effekt: Die Oberfläche wird gleichmäßig und sanft aufgeraut sowie mattiert. Die Farben des Steins wirken danach etwas heller und pastelliger.
  • Der Vorteil: Sandgestrahlte Steine bieten eine hervorragende Rutschhemmung im Außenbereich, ohne dass die Oberfläche so extrem grob oder scharfkantig wird wie beim Flammstrahlen.

Satinieren (Satinierte Oberfläche)

Das Satinieren ist eine moderne Methode der Oberflächenveredelung, die oft auch als Antik-Finish oder Leder-Optik bezeichnet wird. Dabei wird der Stein zuerst geflammt oder grob geschliffen und anschließend mit speziellen Diamantbürsten nachbearbeitet.

  • Das Ergebnis: Es entsteht eine einzigartige Oberfläche, die optisch leicht wellig und matt wirkt, sich aber extrem glatt, samtig und weich anfühlt.
  • Vorteil: Durch das Bürsten werden die Spitzen des Steins abgerundet. Das macht den Stein im Innenbereich barfuß freundlich und gleichzeitig unempfindlicher gegen Verschmutzungen, da sich Dreck nicht mehr so leicht festsetzen kann.

Scharrieren

Das Scharrieren ist eine traditionelle, handwerkliche Oberflächenbearbeitung, die heute vor allem in der Denkmalpflege und bei hochwertigen Massivarbeiten angewendet wird. Dabei bearbeitet der Steinmetz den Stein mit einem breiten Meißel (dem Scharriereisen) und dem Knüppel.

  • Die Optik: Es entsteht ein sehr charakteristisches Muster aus feinen, parallel nebeneinander verlaufenden Rillen oder Hieben.
  • Wirkung: Scharrierte Steine wirken extrem edel, historisch und handwerklich perfekt. Früher diente das Verfahren dazu, gesägte oder grob behauene Steinflächen komplett eben zu bekommen.

Schichtmauerwerk

Ein Schichtmauerwerk ist eine Bauform für Garten- und Grundstücksmauern aus Naturstein. Im Gegensatz zum völlig unregelmäßigen Bruchsteinmauerwerk werden hier Steine verwendet, die auf bestimmten Höhen vorsortiert oder gesägt sind.

  • Regelmäßiges Schichtmauerwerk: Alle Steine innerhalb einer horizontalen Reihe (Schicht) haben exakt die gleiche Höhe. Die Schichthöhen können sich jedoch von Reihe zu Reihe ändern.
  • Unregelmäßiges Schichtmauerwerk: Hier werden Steine unterschiedlicher Höhe in einer Reihe kombiniert, die Lagerfugen (die waagerechten Fugen) laufen jedoch weiterhin durchgehend waagerecht durch die gesamte Mauer. Es wirkt etwas lebendiger, behält aber eine klare Struktur.

Schiefer - Der Robuste

Naturstein mit Gesteinsrisse

Beschreibung:

  • Die Entstehung von Schiefer vollzieht sich über mehrere Jahrmillionen. Voraussetzung für die Schieferentstehung sind zunächst lose abgelagerte Minerale, die aus der Verwitterung von Gesteinen mit entsprechenden Mineralgehalten hervorgehen. Diese werden von weiteren Sedimenten überlagert und diagenetisch zu Tonstein verfestigt.
  • Bei genauerer Betrachtung von Schiefer fällt auf, dass Schiefer aus vielen aufeinanderliegenden Platten und blättchenartigen Strukturen besteht, deren mineralische Anordnung entweder Lineation (linienhaftes Gefüge) oder Foliation (Abfolge von Schieferungsflächen) anzeigt.

Eigenschaften:

  • Frostbeständig
  • Frost-Tausalz-Widerstand

Schotter

Als Schotter bezeichnet man grob gebrochene Natursteine mit einer Korngröße zwischen 32 und 63 mm. Er wird maschinell in Brecheranlagen aus großen Steinblöcken hergestellt und hat scharfe Kanten.

  • Verwendung: Im Unterbau von Terrassen und Einfahrten dient Schotter als unverzichtbare Tragschicht. Er sorgt für die nötige Stabilität und sorgt dafür, dass Wasser schnell nach unten versickern kann. Zudem wird Schotter in passender Körnung für die Befüllung von Gabionen genutzt.

Sedimentgesteine (Ablagerungsgestein)

Sedimentgesteine sind eine der drei Hauptgesteinsgruppen. Sie entstehen über Jahrmillionen durch die Ablagerung, Schichtung und anschließende Verpressung (Diagenese) von organischem oder mineralischem Material.

  • Die Entstehung: Wind und Wasser tragen winzige Partikel ab, die sich in Seen oder Meeren absetzen. Unter dem enormen Eigengewicht der oberen Schichten verfestigen sich die unteren Schichten zu festem Stein.
  • Typische Vertreter: Kalkstein, Sandstein, Muschelkalk und Travertin. Charakteristisch für diese Gesteine ist, dass man darin häufig feine Schichten oder fossile Einschlüsse (Fossilien) findet.

Tiefengesteine

Dringt Magma in die Erdkruste ein und kühlt sich dort langsam ab, entsteht ein Tiefengestein (Plutonit), z.B. Granit, Gabbro oder Diorit. Die lange Erstarrungszeit führt zur deutlichen Ausbildung der Minerale. Deshalb haben Tiefengesteine eine körnige Struktur.

Spaltrau

Der Begriff spaltrau beschreibt den völlig naturbelassenen Zustand eines Steins direkt nach dem Spaltvorgang im Steinbruch.

Die genauen Eigenschaften und Vorteile dieser extrem rutschfesten Oberfläche findest du unter dem Buchstaben G bei Gespalten.

Spitzen (Oberfläche)

Das Spitzen ist eine der gröbsten handwerklichen Oberflächenbearbeitungen durch den Steinmetz. Mit einem spitzen Meißel (dem Spitzeisen) und dem Vorschlaghammer wird die Steinoberfläche grob behauen.

  • Der Effekt: Es entsteht eine extrem raue, unregelmäßige Struktur mit tiefen Kratern und Erhebungen (oft mehrere Zentimeter tief).
  • Verwendung: Diese Bearbeitung findet man heute vor allem bei rustikalen Mauersteinen, Grenzsteinen oder den Sichtseiten von wuchtigen Blockstufen, um ihnen ein archaisches, kraftvolles Aussehen zu verleihen.

Splitt

Splitt besteht aus maschinell gebrochenem Naturstein mit scharfen Kanten und einer Korngröße zwischen 2 und 32 mm (alles, was kleiner ist, ist Sand; alles, was größer ist, ist Schotter).

  • Verwendung: Er ist das Standardmaterial für das Bett (die Ausgleichsschicht) beim losen Terrassenverbau. In den scharfkantigen Splitt lassen sich Natursteinplatten perfekt einklopfen, ohne dass sie danach verrutschen. Zudem ist Splitt absolut wasserdurchlässig.

Steinbruch

Ein Steinbruch (auch Werksteinbruch) ist eine offene Abbaustätte in der Erdoberfläche, an der Natursteine (wie Granit, Marmor oder Kalkstein) industriell oder handwerklich aus der Felswand gewonnen werden.

  • Das Verfahren: Mithilfe von riesigen Diamantseilsägen, Bohrhämmern oder seltener durch schonende Sprengungen werden tonnenschwere Rohblöcke gelöst, die anschließend in den Werken zu Platten, Tranchen, Pflastersteinen oder Stufen weiterverarbeitet werden.

Stele

Eine Stele ist ein freistehendes, pfeiler- oder säulenartiges Natursteinelement. Sie ist das größere, wuchtigere Gegenstück zur klassischen Palisade.

  • Abmessungen & Optik: Stelen sind meist deutlich breiter (oft 20 bis 25 cm oder mehr) und können bis zu 2,50 Meter hoch sein. Ihre Oberflächen sind häufig gespalten, bossiert oder edel gekratzt.
  • Verwendung: Aufgrund ihrer monumentalen Wirkung werden sie im Gartenbau als exklusive Sichtschutzwände (nebeneinander im Boden einbetoniert), als stilvolle Begrenzungssäulen an Grundstücksgrenzen oder als solitäre Kunstobjekte und Gestaltungselemente im Beet eingesetzt.

Stelzlager (Plattenlager)

Stelzlager sind verstellbare Kunststofffüße, die beim modernen, losen Terrassenverbau von Naturstein- oder Feinsteinzeugplatten zum Einsatz kommen.

  • Die Funktion: Die Platten werden an ihren vier Ecken einfach auf die Stelzlager aufgelegt. Da jedes Stelzlager einzeln stufenlos in der Höhe verstellbar ist, lassen sich Unebenheiten im Untergrund oder Gefälle millimetergenau ausgleichen.
  • Vorteil: Die Fugen bleiben komplett offen, wodurch Regenwasser blitzschnell unter den Belag abfließen kann. Es gibt keine Frostschäden, und Leitungen können unsichtbar unter den Platten verlegt werden.

Stocken

Das Stocken ist eine traditionelle Methode, bei der die Steinoberfläche mit einem pyramidenartig gezahnten Hammer mechanisch aufgeraut wird, um sie absolut rutschsicher zu machen. 

Die ausführliche Definition und die technischen Details dazu findest du unter dem Buchstaben G bei Gestockt

Tausalzbeständig

Die Tausalzbeständigkeit gibt an, ob ein Naturstein den chemischen und physikalischen Belastungen von Streusalz (Auftaumitteln) im Winter standhält, ohne Schaden zu nehmen.

  • Die Gefahr: Wenn geschmolzenes Salzwasser in die Poren des Steins eindringt und dort wieder gefriert, dehnt es sich aus. Gleichzeitig verändert das Salz den Gefrierpunkt des Wassers massiv, was zu extremen Spannungen im Gesteinsgefüge führt. Nicht tausalzbeständige Steine fangen an, an der Oberfläche abzuplatzen oder zu zerbröseln.
  • Die Praxis: Hartgesteine wie viele Granite, Gneise, Basalte oder Porphyr sind in der Regel absolut tausalzbeständig und eignen sich perfekt für Hofeinfahrten und Gehwege. Viele Weichgesteine (wie Kalkstein oder Marmor) sollten im Winter niemals mit Salz bestreut werden – hier greift man stattdessen zu abstumpfenden Mitteln wie Splitt oder Sand.

Terrassenplatten

Terrassenplatten aus Naturstein sind flächig zugeschnittene oder gespaltene Elemente, die speziell für den Bodenbelag im Außenbereich dimensioniert sind.

  • Maße: Im Gegensatz zu Fliesen für den Innenbereich besitzen Terrassenplatten meist eine Materialstärke von 3 bis 5 cm, um die nötige Bruchfestigkeit bei Frost und Belastung zu garantieren.
  • Oberfläche: Sie verfügen fast immer über eine rutschhemmende Oberflächenbearbeitung (z. B. geflammt, gestockt, gespalten oder sandgestrahlt), um auch bei Regen sicheren Halt zu bieten.
  • Formate: Beliebt sind quadratische oder rechteckige Formate (z. B. 40×40 cm, 60×40 cm) sowie die Verlegung im traditionellen Römischen Verband.

Tiefengestein (Plutonit)

Tiefengesteine (geologisch: Plutonite) sind magmatische Gesteine, die entstehen, wenn flüssiges Magma tief im Erdinneren (unter der Erdkruste) extrem langsam abkühlt und erstarrt.

  • Das Merkmal: Durch den extrem langsamen Abkühlungsprozess über Jahrtausende hinweg haben die Mineralien im Gestein genügend Zeit, sich vollkommen auszukristallisieren. Daher weisen Tiefengesteine ein sehr gleichmäßiges, richtungsloses und körniges Gefüge auf.
  • Vertreter: Der absolute Klassiker unter den Tiefengesteinen ist der Granit, ebenso wie der Gabbro. Sie zeichnen sich durch eine enorme Härte, Dichte und Widerstandsfähigkeit aus.

Tonschiefer

Tonschiefer ist die geologisch präzise Bezeichnung für den klassischen, dunkelgrauen bis schwarzen Schiefer. Es handelt sich um ein Sedimentgestein, das unter relativ geringem Druck und mäßigen Temperaturen im Erdinneren umgewandelt wurde.

  • Eigenschaften: Er besteht aus feinsten Tonmineralien und lässt sich aufgrund seiner feinen Schichtung exzellent in hauchdünne, komplett ebene Platten spalten.
  • Verwendung: Er ist der weltweit am häufigsten genutzte Schiefer für Dach- und Fassadenverkleidungen, wird aber im Innenbereich auch leidenschaftlich gerne für elegante, dunkle Bodenbeläge genutzt.

Travertin - Der Mediterrane

Naturstein mit Farbvariationen

Beschreibung:

  • Das Gefüge von Travertin ist porös, stalaktitisch oder stalagmitisch. Ein auffälliges Merkmal von Travertin sind die Zeichnungen: hellere und dunklere „Lagen“, die in Form von mehr oder weniger gleichmäßigen Bändern, Marmorierungen, Wellen, Streifen oder Flecken zutage treten und Ausdruck der Entstehung sowie der mineralischen Komponenten des Gesteins sind.
  • Das Gefüge von Travertin ist porös, stalaktitisch oder stalagmitisch. Ein auffälliges Merkmal von Travertin sind die Zeichnungen: hellere und dunklere „Lagen“, die in Form von mehr oder weniger gleichmäßigen Bändern, Marmorierungen, Wellen, Streifen oder Flecken zutage treten und Ausdruck der Entstehung sowie der mineralischen Komponenten des Gesteins sind.

Eigenschaften:

  • Frostsicher
  • Pflegeleicht

Trittsicherheit

Die Trittsicherheit (oft deckungsgleich mit der Rutschhemmung) beschreibt die Eigenschaft eines Bodenbelags, dem Gehenden einen sicheren Halt zu bieten und das Ausrutschen – insbesondere bei Nässe, Laub oder Eis – zu verhindern.

  • Bedeutung: Sie ist das wichtigste Kriterium bei der Auswahl des richtigen Natursteins für unüberdachte Bereiche. Während im Innenbereich polierte Steine kein Problem darstellen, müssen Treppen, Poolumrandungen und Terrassen im Außenbereich zwingend eine spürbar raue Textur aufweisen (Einstufung in die Rutschklassen R11 oder R12).

Trittstufe

Als Trittstufe bezeichnet man die horizontale, waagerechte Platte einer Treppe, auf der man beim Steigen den Fuß aufsetzt.

  • Gegenteil: Das vertikale, senkrechte Bauteil zwischen zwei Stufen nennt man Setzstufe. Werden beide kombiniert, spricht man von einer Stufenbekleidung.
  • Anforderung: Trittstufen aus Naturstein müssen im Außenbereich eine hohe Abriebfestigkeit besitzen und zwingend trittsicher (rau) bearbeitet sein. Eine sehr beliebte Alternative zur klassischen Tritt- und Setzstufen-Kombination sind massive Blockstufen.

Trockenmauer

Eine Trockenmauer ist eine traditionelle Gartenmauer aus Naturstein, die vollkommen ohne Mörtel oder Kleber aufgebaut wird. Die Steine halten rein durch ihr Eigengewicht, ihre Passform und eine geschickte Keilung.

  • Der Aufbau: Die Fugen werden beim Aufschichten oft mit einem Gemisch aus Erde und Sand befüllt. Die Mauer wird mit einem leichten Gefälle (Anlauf) gegen den dahinterliegenden Hang gebaut, um maximale Stabilität zu garantieren.
  • Der ökologische Nutzen: Trockenmauern sind wahre Paradiese für die Natur. In den offenen Ritzen und Spalten siedeln sich trockenheitsliebende Steingartenpflanzen an, und sie bieten wertvollen Lebensraum für Eidechsen, Erdkröten und nützliche Insekten. Zudem sind sie absolut frostsicher, da Wasser durch die offenen Fugen einfach hindurchfließen kann und kein Mörtel platzen kann.

Trommeln

Das Trommeln bezeichnet ein mechanisches Verfahren zur Oberflächenbearbeitung, bei dem fabrikneuer Naturstein künstlich gealtert wird, um ihm den charmanten Charakter eines historischen Bodens zu verleihen.

  • Das Verfahren: Die gesägten Natursteinplatten werden meist in einer großen, rotierenden oder vibrierenden Trommel zusammen mit Quarzsand, Wasser und härteren Schleifkörpern „gewaschen“. Durch das ständige Aneinanderstoßen im Zeitraffer-Erosionseffekt brechen die scharfen Kanten unregelmäßig ab, und die Oberfläche wird samtig-matt aufgeraut.

  • Das Ergebnis: Der Stein verliert seine sterile Perfektion und wirkt wie durch jahrhundertelange Nutzung sanft abgenutzt, siehe auch Antikisieren. Es entsteht eine strukturierte, rutschhemmende Oberfläche, die besonders barfuß freundlich ist.

  • Typischer Einsatz: Häufig angewendet bei Weichgesteinen wie Travertin, Kalkstein oder Marmor, um den typisch mediterranen oder rustikalen Landhausstil zu erzeugen.

Umwandlungsgestein (Metamorphit)

Umwandlungsgesteine (geologisch: Metamorphite) sind eine der drei Hauptgesteinsgruppen. Sie entstehen, wenn bereits existierende Gesteine (magmatische Gesteine oder Sedimentgesteine) tief in der Erdkruste extremem Druck und enormen Temperaturen ausgesetzt werden.

  • Der Prozess: Der Stein schmilzt dabei nicht komplett auf, aber sein Gefüge und seine Mineralien ordnen sich völlig neu an – das Gestein wird quasi „umgeknetet“.
  • Typische Vertreter: Der bekannteste Vertreter ist Marmor (entstanden aus Kalkstein). Weitere wichtige Metamorphite sind Gneis (oft entstanden aus Granit) und Quarzit (aus Sandstein). Umwandlungsgesteine zeichnen sich oft durch wunderschöne, gefältelte Strukturen und Wellenlinien im Stein aus.

Ummaßplatten (Tranchen)

Als Unmaßplatten (im Fachjargon oft auch Tranchen genannt) bezeichnet man die riesigen, rohen Natursteinplatten, die im Sägewerk mit gigantischen Gattersägen direkt aus dem großen Rohblock geschnitten werden.

  • Die Besonderheit: Sie haben noch keine festen Endmaße und keine rechtwinkligen Kanten, sondern besitzen die unregelmäßige, raue Außenform des ursprünglichen Felsblocks. Sie sind meist zwischen 2 und 4 cm dick und können mehrere Meter lang und hoch sein.
  • Verwendung: Unmaßplatten sind das Ausgangsmaterial für Maßanfertigungen. Der Steinmetz lagert diese riesigen Platten, und der Kunde kann sich genau „seine“ Platte vor Ort aussuchen. Daraus werden dann am Stück individuelle Küchenarbeitsplatten, Waschtische, Treppenstufen oder Fensterbänke millimetergenau zugeschnitten.

Unterbau (Tragschicht)

Der Unterbau ist das unsichtbare, aber mit Abstand wichtigste Fundament für jeden Natursteinbelag im Außenbereich (Terrassen, Wege und Auffahrten).

  • Der Aufbau: Er besteht in der Regel aus einer dicken Schicht grobem Schotter oder Kies, die maschinell mit einer Rüttelplatte extrem fest verdichtet wird. Darauf folgt das feinere Pflaster- oder Plattenbett aus Splitt.
  • Die Funktionen:
    • Stabilität: Er verhindert, dass sich die schweren Natursteinplatten unter Belastung (oder beim Befahren mit dem Auto) absenken oder verschieben.
    • Frostschutz: Der Unterbau bricht die Kapillarwirkung des Bodens. Da er absolut wasserdurchlässig ist, kann Regenwasser sofort nach unten absickern. Es bildet sich kein Stauwasser unter den Platten, das im Winter gefrieren und den Belag hochsprengen könnte.
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Verblender (Natursteinverblender)

Verblender (oft auch als Riemchen oder Wandpaneele bezeichnet) sind dünne, flache Natursteinplatten, die speziell für die Verkleidung von Wänden im Innen- und Außenbereich hergestellt werden. Sie dienen rein der optischen Gestaltung und haben keine tragende Funktion.

  • Die Optik: Die Vorderseite von Natursteinverblendern ist meist naturbelassen gespalten oder bossiert. Dadurch entsteht an der Wand eine extrem plastische, dreidimensionale Bruchstein-Optik mit lebendigem Licht- und Schattenspiel.
  • Die Verarbeitung: Um das Verlegen zu erleichtern, werden die einzelnen Steinriemchen im Werk oft schon auf der Rückseite zu handlichen, Z-förmigen oder rechteckigen Paneelen (Modulen) miteinander verklebt. Diese Module werden dann im Dünnbettverfahren wie Fliesen an die Wand geklebt, wobei die Z-Form dafür sorgt, dass die Übergänge zwischen den Paneelen später völlig unsichtbar sind.
  • Verwendung:
    • Innen: Als exklusive Akzentwand im Wohnzimmer (z. B. hinter dem Fernseher oder Kamin), im Badezimmer oder im Eingangsbereich.
    • Außen: Zur optischen Aufwertung von Hausfassaden, Sockeln, Betonmauern oder Säulen.

Versiegelung (Natursteinversiegelung)

Eine Versiegelung ist ein Oberflächenschutz für Natursteine, der im Gegensatz zu einer Imprägnierung eine geschlossene, wasser- und luftdichte Schutzschicht (einen Film) direkt auf der Steinoberfläche bildet.

  • Wie es funktioniert: Die flüssige Versiegelung (meist auf Acryl- oder Polyurethanbasis) legt sich wie ein hauchdünner, transparenter Lack über den Stein und verschließt alle Poren komplett nach außen.
  • Die Optik: Versiegelungen verändern das Aussehen des Steins fast immer. Sie verleihen ihm entweder einen dauerhaften Glanz oder einen matten Seidenglanz, und die Farben des Steins werden meist kräftig vertieft.
  • Die Vorteile: Der Stein ist absolut resistent gegen das Eindringen von Flüssigkeiten, Ölen und Fetten. Schmutz bleibt rein auf dem Schutzfilm sitzen und lässt sich spielend leicht abwischen.
  • Die Nachteile (Wichtige Warnung): Durch den geschlossenen Film verliert der Stein seine Atmungsaktivität (Wasserdampfdurchlässigkeit). Feuchtigkeit, die sich unter der Platte befindet, kann nicht mehr nach oben entweichen. Im unüberdachten Außenbereich kann dies im Winter dazu führen, dass gefrierendes Wasser die Versiegelung schichtweise absprengt oder den Stein schädigt.
  • Die Praxis: Eine echte Versiegelung wird heute fast ausschließlich im Innenbereich auf stark beanspruchten, feuchtigkeit unempfindlichen Flächen angewendet. Für den Außenbereich und für Natursteine auf Fußbodenheizungen ist die atmungsaktive Imprägnierung fast immer die bessere und sicherere Wahl.

Viertelstab-Profil

Das Viertelstab-Profil ist eine sehr dezente und dezidiert moderne Kantenform für Natursteinplatten.

  • Die Form: Hierbei wird lediglich die alleroberste Ecke der Kante in Form eines Viertelkreises sanft abgerundet. Die eigentliche Stirnseite der Platte bleibt gerade.
  • Vorteil: Es bietet den optischen Vorteil einer klaren, geradlinigen und modernen Kante, entschärft aber die Stoßempfindlichkeit des Steins an der Oberseite deutlich. Zudem lässt sich eine Viertelstabkante im Alltag hervorragend reinigen, da Wasser und Schmutz an der Rundung leicht abwischen lassen.

Wasseraufnahme

Die Wasseraufnahme gibt an, wie viel Feuchtigkeit ein Naturstein über seine offenen Poren und Kapillaren aufsaugen kann. Sie wird meist in Gewichtsprozenten angegeben.

  • Die Faustregel: Je dichter das Gesteinsgefüge, desto geringer ist die Wasseraufnahme. Hartgesteine wie Granit oder Basalt haben eine extrem geringe Wasseraufnahme (oft unter 0,5 %). Manche Sedimentgesteine wie Sandstein oder poröser Travertin können dagegen deutlich mehr Wasser aufnehmen.
  • Bedeutung für die Praxis: Die Wasseraufnahme ist der Schlüssel zur Frostbeständigkeit. Saugt ein Stein viel Wasser auf und friert es im Winter, dehnt sich das Eis aus und kann den Stein sprengen. Zudem sind Steine mit hoher Wasseraufnahme im Alltag anfälliger für Flecken, weshalb hier eine schützende Imprägnierung besonders wichtig ist.

Wassernase (Tropfkante)

Eine Wassernase ist eine feine, meist wenige Millimeter tiefe Nut (Rille), die an der Unterseite von überstehenden Natursteinplatten parallel zur Kante eingefräst wird.

  • Die Funktion: Sie dient dem konstruktiven Bauschutz. Wenn Regenwasser über die Oberseite der Platte läuft und an der Kante nach unten fließt, sorgt die Wassernase dafür, dass der Wassertropfen dort abreißt und kontrolliert zu Boden fällt.
  • Verwendung: Unverzichtbar bei Mauerabdeckungen, Fensterbänken, Balkonplatten oder den Vorderkanten von Treppenstufen. Ohne Wassernase würde das Wasser am Stein entlang zurück zur Hauswand oder zur Mauer laufen und dort auf Dauer zu unschönen Schmutzstreifen, Feuchtigkeitsschäden und Algenbildung führen.

Wechselschichtmauerwerk

Das Wechselschichtmauerwerk ist eine besonders elegante Variante für den Bau von Natursteinmauern im Garten.

  • Das Prinzip: Es kombiniert die Eigenschaften des regelmäßigen und des unregelmäßigen Schichtmauerwerks. Hierbei werden Steinreihen mit deutlich unterschiedlichen Höhen abwechselnd (im Wechsel) aufeinander geschichtet – zum Beispiel folgt auf eine Reihe aus dicken, hohen Systemsteinen eine Reihe aus schmalen, flachen Steinen.
  • Die Wirkung: Die waagerechten Lagerfugen laufen weiterhin sauber und durchgehend durch die gesamte Mauer. Dadurch wirkt das Mauerwerk extrem harmonisch und aufgeräumt, verliert aber durch den Höhenwechsel der Reihen die monotone Strenge einer rein symmetrischen Mauer.

Weichgestein

Als Weichgestein werden in der Natursteinbranche alle Gesteine zusammengefasst, die eine geringere Ritzhärte aufweisen. Geologisch gesehen handelt es sich dabei meist um Sedimentgesteine oder Metamorphite mit einem hohen Anteil an Calciumcarbonat (Kalk) oder Tonmineralien.

  • Vertreter: Die bekanntesten Weichgesteine sind Marmor, Kalkstein, Travertin und Sandstein.
  • Eigenschaften: Weichgesteine lassen sich hervorragend handwerklich bearbeiten, sägen und bildhauerisch formen. Sie fühlen sich oft angenehm warm an. Sie sind jedoch kratzempfindlicher als Hartgesteine und reagieren empfindlich auf Säuren (wie Essig, Zitronensaft oder scharfe Reiniger).

Witterungsbeständig

Die Witterungsbeständigkeit ist das härteste Qualitätskriterium für Natursteine, die im Außenbereich verbaut werden sollen. Sie beschreibt die Fähigkeit des Steins, über Jahrzehnte hinweg Sonne, Regen, Frost, Hitze und UV-Strahlung standzuhalten, ohne seine Stabilität oder Farbe maßgeblich zu verlieren.

  • Was gehört dazu? Ein witterungsbeständiger Außenstein muss zwingend frostbeständig sein. Zudem sollte er lichtecht (UV-stabil) sein, damit er in der Sonne nicht ausbleicht.
  • Die Auswahl: Während fast alle Hartgesteine von Natur aus extrem witterungsbeständig sind, muss bei Weichgesteinen genau hingesehen werden. So gibt es beispielsweise wunderbare frostsichere Kalksteinarten für die Terrasse, während andere Sorten nur für den absolut geschützten Innenbereich geeignet sind.

Zementschleier

Ein Zementschleier ist ein grauer, matter und oft leicht weißlicher Belag, der nach dem Verfugen mit zementhaltigen Mörtel auf der Oberfläche der Natursteinplatten zurückbleibt.

  • Die Entstehung: Er entsteht, wenn das überschüssige Fugenmaterial mit dem Schwammbrett von den Platten gewaschen wird. Dabei bleibt ein hauchdünner Film aus Zement und feinsten Sandpartikeln auf dem Stein haftet und trocknet dort ein.
  • Die Entfernung: Ein Zementschleier lässt sich nach dem Trocknen nicht mehr mit klarem Wasser abwischen. Hierfür wird ein spezieller Zementschleierentferner benötigt.
  • Wichtiger Warnhinweis: Die meisten herkömmlichen Zementschleierentferner basieren auf Säure. Auf säureempfindlichen Weichgesteinen (wie Marmor, Kalkstein oder Travertin) dürfen diese auf keinen Fall angewendet werden, da sie den Stein verätzen und stumpf machen würden. Für diese Gesteinsarten gibt es im Fachhandel spezielle, säurefreie Reiniger.

Zweikomponenten-Fugenmörtel (2K-Pflasterfugenmörtel)

Zweikomponenten-Fugenmörtel (oft abgekürzt als 2K-Mörtel) ist ein moderner, hochfester Kunstharzmörtel, der speziell für das Verfugen von Natursteinpflaster und Terrassenplatten im Außenbereich entwickelt wurde.

  • Wie er funktioniert: Das Produkt besteht aus zwei getrennten Komponenten: einem mineralischen Quarzsand (der oft schon mit Farbpigmenten versetzt ist) und einem flüssigen Bindemittel (meist auf Epoxidharz-Basis). Erst durch das exakte Zusammenmischen der beiden Komponenten kurz vor der Verarbeitung startet eine chemische Reaktion, die den Mörtel extrem hart werden lässt.
  • Die Vorteile:
    • Wasserdurchlässigkeit: Trotz seiner enormen Festigkeit bleibt der Mörtel mikroporös. Regenwasser kann weiterhin ungehindert durch die Fuge im Boden versickern (ideal für die lose Verlegung auf Splitt).
    • Kein Unkraut: Die Fugen werden so steinhart, dass Unkraut, Moose oder Ameisen absolut keine Chance mehr haben, hindurch zu wachsen.
    • Belastbarkeit: Er ist extrem frostbeständig, tausalzresistent und hält selbst der Belastung von Kehrmaschinen oder Hochdruckreinigern mühelos stand.
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